Renault Talisman (2021). Betriebsanleitung - 7

 

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Renault Talisman (2021). Betriebsanleitung - 7

 

 

EMPFEHLUNGEN ZUR FAHRWEISE, ECO-FAHRWEISE (1/6)
Der Kraftstoffverbrauch ist gemäß einer vor-
- Grün oder Weiß (fahrzeugabhängig),
geschriebenen Standardmethode homolo-
wenn sich das Fahrzeug im Leerlaufmo-
giert. Diese ist für alle Fahrzeughersteller
dus (automatischer Leerlauf) befindet
identisch und ermöglicht den Vergleich der
Hinweis: Im Modus „Sport“ ist die Leerlauf-
Fahrzeuge untereinander. Der tatsächliche
Funktion deaktiviert. ➥ 3.2.
Verbrauch hängt von den Nutzungsbedin-
gungen des Fahrzeugs, der Ausstattung und
dem Fahrstil ab. Zur Optimierung des Kraft-
An der Instrumententafel
stoffverbrauchs beachten Sie bitte die fol-
genden Empfehlungen.
Die Anzeige der Informationen kann ent-
sprechend der individuellen Einstellung der
Je nach Fahrzeug stehen Ihnen unter-
Instrumententafel, welche im Multifunktions-
schiedliche Funktionen zur Verfügung, mit
Display gewählt wird, organisiert und indivi-
denen Sie Ihren Kraftstoffverbrauch redu-
duell eingestellt werden.
zieren können:
-
Leerlauf-Funktion;
Gangwechselanzeige 1
Gangwechselanzeige;
1
Je nach Fahrzeug informiert Sie eine Kon-
-
die Anzeige des Fahrstils;
trolllampe an der Instrumententafel über den
ECO-Beschleunigungsindikator;
Leerlauf-Funktion
optimalen Zeitpunkt zum Hoch- oder Zu-
die Streckenübersicht und die Empfeh-
Je nach Fahrzeug vermindert bei Fahrzeu-
rückschalten, um so den Kraftstoffverbrauch
lungen für eine energiesparende Fahr-
gen mit Automatikgetriebe das Schalten in
zu minimieren:
weise über das Multifunktionsdisplay;
-
ECO-Modus;
den Leerlauf (automatischer Leerlauf) in
die Funktion Stop and Start ➥ 2.6.
Verzögerungsphasen (bei vollständig ent-
Š
Hochschalten;
lastetem Gaspedal) die Motorbremsung,
wodurch Sie ohne zu beschleunigen weiter
Zurückschalten.
gelangen, um Kraftstoff einzusparen.
Wenn Sie diese Anzeige regelmäßig verfol-
gen, senken Sie den Kraftstoffverbrauch des
Erscheinungsbild der Kontrolllampe
Fahrzeugs.
in der Instrumententafel:
- Grau, wenn sich das Fahrzeug nicht im
Leerlaufmodus befindet
2.20
EMPFEHLUNGEN ZUR FAHRWEISE, ECO-FAHRWEISE (2/6)
2
3
Anzeige des Fahrstils 2
Eco 3-Beschleunigungsindikator
Sie informiert Sie in Echtzeit über Ihren der-
Zeigt in Echtzeit an, ob Sie gefühlvoll oder
zeitigen Fahrstil. Sie werden über die An-
stark beschleunigen.
zeige 2 informiert.
Dies wird durch die Kontrolllampe 3 ange-
Je höher die Anzahl der Blätter der An-
zeigt:
zeige 2 ist, desto sanfter und sparsamer ist
- Grün: moderate und korrekte Beschleuni-
Ihre Fahrweise.
gung;
- Weiß: Beschleunigung ist zu hoch;
Wenn Sie diese Anzeige regelmäßig verfol-
- Grau: Beschleunigung ist hoch.
gen, senken Sie den Energieverbrauch des
Fahrzeugs.
Hinweis: Es ist nicht möglich, gleichzei-
tig die Fahrstilanzeige 2 und die Eco-
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte
Beschleunigungsanzeige 3 einzublenden.
der Multimedia-Bedienungsanleitung.
2.21
EMPFEHLUNGEN ZUR FAHRWEISE, ECO-FAHRWEISE (3/6)
Zeigt an:
- die Gesamtnote;
- Zwischennote;
- Strecke ohne Kraftstoffverbrauch.
Es wird eine Gesamtnote zwischen 0 und
100 angezeigt, mit der Sie Ihre Leistung als
energiesparender Fahrer bewerten können.
4
Je höher die Note ist, desto geringer ist der
Kraftstoffverbrauch.
Es werden Empfehlungen zum energiespa-
renden Fahren gegeben, um Ihre Leistung
zu verbessern.
Das Speichern Ihrer bevorzugten Strecken
ermöglicht es, Ihre Leistungen untereinan-
der und mit denen anderer Nutzer des Fahr-
zeugs zu vergleichen.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte
Im Multimedia-Display
der Multimedia-Bedienungsanleitung.
Streckenübersicht
Beim Abschalten des Motors zeigt die An-
zeige „Streckenübersicht“ auf dem Display 4
alle Informationen bezüglich Ihrer letzten
Strecke an.
2.22
EMPFEHLUNGEN ZUR FAHRWEISE, ECO-FAHRWEISE (4/6)
ECO-Modus
Der ECO-Modus ist eine Funktion, die den
Die Kontrolllampe
leuchtet an der
Kraftstoffverbrauch optimiert. Er wirkt sich
Instrumententafel auf, um zu bestätigen,
auf bestimmte Fahraktionen aus (Beschleu-
dass die Funktion aktiviert wurde.
nigung, Gangwechsel, Tempomat, Verzöge-
Während der Fahrt ist es möglich, den ECO-
rung usw.).
Modus zeitweise zu verlassen, um optimale
Die Begrenzung der Beschleunigung er-
Motorleistungen nutzen zu können.
möglicht einen inner- und außerstädtischen
Drücken Sie dazu das Gaspedal zügig und
Fahrstil mit geringem Verbrauch.
vollständig durch.
Der ECO-Modus wird reaktiviert, sobald Sie
das Gaspedal loslassen.
Deaktivieren der Funktion
Je nach Fahrzeug kann die Funktion wie
5
folgt deaktiviert werden:
Aktivieren der Funktion
- durch das mittlere Bedienelement 5
Je nach Fahrzeug kann die Funktion wie
➥ 3.2;
folgt aktiviert werden:
- vom Multimedia-Display aus (siehe Multi-
media-Anweisungen)
- durch das mittlere Bedienelement 5
➥ 3.2;
Die Kontrolllampe
erlischt an der
- vom Multimedia-Display aus (siehe Multi-
Instrumententafel, um die Deaktivierung zu
media-Anweisungen)
bestätigen.
2.23
EMPFEHLUNGEN ZUR FAHRWEISE, ECO-FAHRWEISE (5/6)
-
Fahren Sie in den unteren Gängen nicht
-
Unwetter - Überflutete Straßen:
mit hohen Drehzahlen.
Fahren Sie immer im größtmöglichen
Gang.
Befahren Sie keine über-
-
Vermeiden Sie heftiges Beschleunigen.
fluteten Straßen, wenn das
Bremsen Sie so wenig wie möglich. Wenn
Wasser höher als bis zum
Sie Hindernisse oder Kurven rechtzeitig
unteren Felgenrand reicht.
sehen, brauchen Sie eventuell nur den
Fuß vom Gaspedal zu nehmen.
-
Versuchen Sie an Steigungen nicht, Ihre
Geschwindigkeit beizubehalten, geben
Sie nicht mehr Gas, als auf ebener Stre-
cke: geben Sie nicht mehr Gas als auf
ebener Strecke und versuchen Sie nach
Möglichkeit, die gleiche Gaspedalstel-
lung beizubehalten.
-
Zwischengas oder nochmaliges Gasge-
ben vor dem Abstellen des Motors ist bei
Empfehlungen zur Fahrweise
den heutigen Fahrzeugen nicht erforder-
und ECO-Fahrweise
lich.
Verhalten
- Besser, als den Motor im Stand warm
laufen zu lassen, ist maßvolles Fahren
bis zum Erreichen der Betriebstempera-
tur.
Beeinträchtigung der Bedie-
– Schnelles Fahren ist teuer.
nung
- Ein dynamischer Fahrstil mit starken
Verwenden Sie auf der Fahrer-
und häufigen Beschleunigungen und Ab-
seite ausschließlich zum Fahr-
bremsungen verbraucht viel Kraftstoff im
zeug passende Fußmatten, die sich an
Verhältnis zur damit gewonnenen Zeit.
den vorinstallierten Elementen befes-
tigen lassen. Überprüfen Sie diese Be-
festigungen regelmäßig. Legen Sie nie
mehrere Matten übereinander.
Die Pedale könnten dadurch blockiert
werden.
2.24
EMPFEHLUNGEN ZUR FAHRWEISE, ECO-FAHRWEISE (6/6)
-
Bei Fahrzeugen mit Klimaanlage ist
während des Betriebs ein Anstieg des
Kraftstoffverbrauchs normal (insbeson-
dere bei Stadtfahrten). Bei Fahrzeugen
mit Klimaanlage ohne Regelautomatik:
Schalten Sie die Anlage aus, solange sie
nicht benötigt wird.
Empfehlungen zur Kraftstoffersparnis
und somit zum Umweltschutz:
Wenn das Fahrzeug in der prallen Sonne
abgestellt war, vor dem Starten den Fahr-
gastraum lüften, damit die heiße Luft ent-
weichen kann.
-
Entfernen Sie Dachgepäckträger, wenn
sie nicht mehr benötigt werden.
-
Für den Transport sperriger Güter vor-
zugsweise einen Anhänger benutzen.
Reifen
Hinweise
-
Für Fahrten mit Wohnwagen sollten Sie
einen zugelassenen Spoiler montieren;
- Ein zu niedriger Reifendruck erhöht den
- Fahren
Sie
vorzugsweise
im
ECO-
nicht vergessen, diesen korrekt einzu-
Kraftstoffverbrauch.
Modus.
stellen.
- Um den Kraftstoffverbrauch zu optimie-
- Stromverbrauch ist gleich Kraftstoffver-
-
Vermeiden Sie Fahrten „von Tür zu Tür“
ren, sollten Sie mit dem höchsten Reifen-
brauch! Schalten Sie daher alle elektri-
(kurze Fahrstrecken mit längeren Unter-
druck oder dem empfohlenen Druck (laut
schen Geräte aus, wenn sie nicht mehr
brechungen); der Motor erreicht dabei
Plakette an der Fahrertür) fahren. ➥ 4.14.
benötigt werden. Dennoch: Sicherheit
niemals seine normale Betriebstempera-
- Nicht konforme Reifen können erhöhten
hat Vorrang. Schalten Sie die Fahrzeug-
tur.
Kraftstoffverbrauch bewirken.
beleuchtung grundsätzlich ein, wenn es
nötig ist („sehen und gesehen werden“).
- Öffnen Sie vorzugsweise die Frischluft-
düsen. Fahren mit offenen Fenstern be-
deutet bei 100 km/h: +4% an Kraftstoff-
verbrauch.
- Vermeiden Sie es, den Tank randvoll zu
füllen; es könnte Kraftstoff überlaufen.
2.25
EMPFEHLUNGEN ZUR WARTUNG UND SCHADSTOFFMINDERUNG
Ihr Fahrzeug erfüllt die 2015 in Kraft getre-
Werden Teile des Motors, der Kraftstoff-
- Luftfilter, Kraftstofffilter: Ein ver-
tenen Vorschriften zur Verwertung von Alt-
und der Auspuffanlage durch andere als die
schmutzter Filtereinsatz verringert die
fahrzeugen am Ende ihrer Nutzlebensdauer.
vom Hersteller vorgegebenen Originalteile
Motorleistung. Er muss ausgewechselt
ersetzt, kann sich das Abgasverhalten des
werden.
Einige Komponenten Ihres Fahrzeugs
Fahrzeugs ändern.
wurden bereits im Hinblick auf ihre spätere
Wiederverwertung konzipiert.
Lassen Sie alle laut Wartungsprogramm vor-
Abgasüberwachung
geschriebenen Kontrollen und Einstellungen
Diese Komponenten lassen sich leicht aus-
in Ihrer Vertragswerkstatt durchführen. sie
Das Abgasüberwachungssystem dient der
bauen, um später durch spezialisierte Be-
verfügt über die notwendigen technischen
Erkennung von Funktionsstörungen im Ab-
triebe übernommen und recycelt werden zu
Hilfsmittel, um die vom Hersteller vorgege-
gasentgiftungssystem des Fahrzeugs.
können.
benen Einstellungen vorzunehmen und zu
Diese Störungen können zur Freisetzung
Mit seiner Gesamtkonzeption, den Origi-
gewährleisten.
von Schadstoffen und zur Beschädigung
nal-Motoreinstellungen und dem geringen
mechanischer Teile führen.
Kraftstoffbedarf entspricht Ihr Fahrzeug den
Diese Warnlampe an der Instru-
derzeit gültigen gesetzlichen Umweltschutz-
Motoreinstellungen
Ä
mententafel weist auf eventuelle
Vorschriften. Es trägt aktiv zur Reduzierung
- Zündkerzen: Um ein optimales Verhält-
Funktionsstörungen im Abgasüberwa-
umweltschädlicher Abgase und zum Ener-
nis von Kraftstoffverbrauch und Leistung
chungssystem hin.
giesparen bei. Das Abgasverhalten und der
zu gewährleisten, müssen die Spezifika-
Sie leuchtet beim Einschalten der Zündung
Verbrauch Ihres Fahrzeugs hängen jedoch
tionen der Entwicklungsabteilung genau-
auf und erlischt nach Anlassen des Motors.
auch von Ihnen ab. Achten Sie daher stets
estens eingehalten werden.
- Falls sie permanent leuchtet, wenden Sie
auf gute Pflege und korrekte Bedienung des
Verwenden Sie daher ausschließlich
sich baldmöglichst an eine Vertragswerk-
Fahrzeugs.
die für Ihr Fahrzeug vorgeschriebenen
statt;
Zündkerzen und achten Sie auf korrek-
- falls sie blinkt, verringern Sie die Motor-
ten Elektrodenabstand. Wenden Sie sich
drehzahl soweit, bis die Kontrolllampe er-
Wartung
hierfür an eine Vertragswerkstatt.
lischt. Wenden Sie sich baldmöglichst an
Es wird darauf hingewiesen, dass sich der
eine Vertragswerkstatt.
- Zündung und Leerlauf: Keine Einstel-
Fahrzeughalter bei Nichtbeachtung der ge-
lung notwendig.
➥ 1.103
setzlichen Vorschriften im Hinblick auf das
Abgasverhalten strafbar macht.
2.26
UMWELTSCHUTZ
Ihr Fahrzeug wurde für seine gesamte
Emissionen
- Das endgültig stillgelegte Fahrzeug
Lebensdauer unter Berücksichtigung von
muss einer Altautoverwertung zugeführt
Ihr Fahrzeug wurde so entwickelt, dass es
Umweltschutzaspekten entwickelt: hin-
werden.
im Betrieb geringere Treibhausgas-Emissi-
sichtlich Herstellung und Benutzung, aber
onen (CO2) erzeugt und damit auch einen
- Beachten Sie in jedem Fall die geltenden
auch für den Fall seiner Verwertung.
geringeren Kraftstoffverbrauch hat (z. B. bei
gesetzlichen Vorschriften.
einem Dieselfahrzeug 140 g/km bzw. 5,3 l
Herstellung
auf 100 km).
Recycling
Die Herstellung Ihres Fahrzeugs erfolgt an
Darüber hinaus verfügen die Fahrzeuge
Ihr Fahrzeug ist zu 85% recycelbar und be-
einem Industriestandort, der fortschrittliche
über Abgasentgiftungssysteme wie Ka-
steht zu 95% aus Wertstoffen.
Prozesse zur Reduzierung von Umweltbela-
talysator, Lambda-Sonde, Aktivkohlefilter
stungen umsetzt, sowohl im Hinblick auf das
(dieser verhindert die Abgabe von Benzin-
Um diese Ziele zu erreichen, wurden viele
direkte Umfeld als auch auf die Natur (Redu-
dämpfen aus dem Tank in die Umwelt)...
Fahrzeugteile aus recyclingfähigen Mate-
zierung des Wasser und Energieverbrauchs,
rialien hergestellt. Ihr Einsatz und die hier-
Bei bestimmten Dieselmodellen wird dieses
der optischen und akustischen Beeinträchti-
bei verwendeten Werkstoffe wurden speziell
System durch einen Partikelfilter zur Verrin-
gungen, der in die Luft und in die Gewässer
darauf ausgelegt, deren Ausbau und Wie-
gerung des Rußausstoßes ergänzt.
abgegebenen Emissionen, Sortierung und
derverwertbarkeit mit Hilfe spezieller Verfah-
Recycling von Wertstoffen).
ren zu erleichtern.
Tragen auch Sie zum
Um dem Ziel der Schonung der Rohstoffe
Umweltschutz bei
nachzukommen, verfügt dieses Fahrzeug
insbesondere über Teile aus recycelten
- Die im Rahmen der Fahrzeugwartung
Kunststoffen oder nachwachsenden Roh-
ausgetauschten Teile (Batterie, Ölfilter,
stoffen
(pflanzliche oder tierische Werk-
Luftfilter…) sind von Fachbetrieben zu
stoffe, wie z. B. Baumwolle oder Wolle).
entsorgen. Auch leere Ölkanister oder
Altöl müssen an den entsprechenden
Sammelstellen abgegeben werden.
2.27
AUTOMATISCHE REIFENDRUCKKONTROLLE (1/5)
Reinitialisierung des
1
Bezugswertes für den
Reifendruck
Die Reinitialisierung muss erfolgen:
- Wenn der Bezugswert für den Reifen-
druck angepasst werden muss, um den
Nutzungsbedingungen zu entsprechen
(unbeladen, beladen, Fahrt auf der Auto-
bahn...);
- nach einem Reifenwechsel (von dieser
Vorgehensweise wird allerdings abgera-
ten);
- Nach einem Radwechsel.
Sie muss immer nach einer Kontrolle des
Reifendrucks der vier Reifen bei kalten
Reifen erfolgen.
Ist Ihr Fahrzeug mit diesem System ausge-
Der Reifendruck muss der jeweiligen Nut-
stattet, überwacht dieses den Reifendruck.
zung des Fahrzeugs entsprechen (unbela-
den, beladen, Fahrt auf der Autobahn ...).
Funktionsprinzip
Jedes Rad (mit Ausnahme des Reserve-
rads) ist mit einem in das Ventil eingesetzten
Sensor ausgestattet, der den Reifendruck in
regelmäßigen Abständen misst.
Das System zeigt an der Instrumententafel 1
den Reifendruck an und warnt den Fahrer
bei nicht ausreichendem Reifendruck.
Wenn das Fahrzeug mit einem Naviga-
tionssystem ausgestattet ist, kann der
Rücksetzvorgang auch über das Mul-
timedia-Display durchgeführt werden.
Siehe hierzu die Bedienungsanleitung
für die Ausstattung.
2.28
AUTOMATISCHE REIFENDRUCKKONTROLLE (2/5)
- Üben Sie einen langen Druckimpuls (ca.
drei Sekunden) auf die Taste 4 aus, um
die Initialisierung zu starten. Das Blinken
der Reifen und das Erscheinen der Mel-
dungen „Speichern Rei- fendruck läuft“
und anschließend „Lokalisierung Reifen
laeuft“ zeigen an, dass die Anfrage nach
dem Bezugswert des Reifendrucks be-
rücksichtigt wird.
Die Reinitialisierung kann beim Fahren meh-
rere Minuten dauern.
5
Werden nach der Reinitialisierung kurze
2
Strecken gefahren, wird die Meldung „Loka-
lisierung Reifen laeuft“ möglicherweise auch
noch nach mehreren Neustarts angezeigt.
4
3
Hinweis: Der Standardreifendruck kann
nicht niedriger als der empfohlene und am
Verfahren zur Reinitialisierung
Türrahmen angegebene Wert sein.
Zündung ein, Fahrzeug steht:
- Drücken Sie wiederholt den Schalter 5,
bis Sie zur Registerkarte
„Fahrzeug“
gelangt sind.
- Den Schalter 2 oder 3 kurz drücken, um
zur Seite „Reifendruck“ zu gelangen.
Das Aufleuchten der Warn-
lampe
®
bedeutet:
Halten Sie zu Ihrer eigenen
Sicherheit unter Berücksichti-
gung der Verkehrssituation sofort an.
2.29
AUTOMATISCHE REIFENDRUCKKONTROLLE (3/5)
Die nachstehende Tabelle zeigt die möglichen Meldungen im Zusammenhang mit dem Zurücksetzen der Reifendrucküberwachung.
Trittleiter
Anzeigen
Meldungen
Interpretationen
1
Reifendruck init langer Druck
Bei eingeschalteter Zündung und stehendem Fahrzeug durch
Drücken und Halten des Schalters 4 OK das Zurücksetzen des
Drucks aller vier Reifen einleiten.
2
Speichern Rei- fendruck läuft
Die Angaben in Anführungszeichen „---“ vor den einzelnen
Rädern blinken, um anzuzeigen, dass das System den Reifen-
druckrücksetzvorgang für alle vier Räder registriert hat.
3
Lokalisierung Reifen laeuft
Die Angaben in Anführungszeichen „---“ vor den einzelnen
Rädern bleiben erleuchtet. Dieses System setzt den Reifen-
druck aller vier Reifen zurück. Jetzt kann die Fahrt fortgesetzt
oder angetreten werden. Die Meldung kann während kurzer
Fahrten weiterhin angezeigt werden.
Hinweis: Während des Zurücksetzens bleibt die Reifendruck-
überwachung in Betrieb.
4
Der Druckwert der vier Reifen wird angezeigt: Der Rücksetzvor-
gang wurde erfolgreich durchgeführt.
2.30
AUTOMATISCHE REIFENDRUCKKONTROLLE (4/5)
Anpassung des Reifendrucks
Wechsel der Räder/Reifen
1
Der Druck der vier Reifen muss in kaltem
Dieses System erfordert besondere Ausrüs-
Zustand eingestellt werden (siehe Aufkle-
tungen (Räder, Reifen, Radzierkappen ...).
ber am Rand der Fahrertür). Ist eine Mes-
➥ 5.13.
sung bei kalten Reifen nicht möglich, muss
Wenden Sie sich im Falle eines Reifenwech-
der Reifendruck um 0,2 bis 0,3 bar (3 PSI)
sels an eine Vertragswerkstatt. Hier erfahren
gegenüber dem Sollwert erhöht werden.
Sie auch alle nötigen Informationen zu dem
Niemals Luft aus einem warmen Reifen
mit dem System kompatiblen Zubehör, das
ablassen.
bei den Vertragspartnern erhältlich ist: Die
Verwendung von anderem Zubehör kann
die korrekte Funktion des Systems beein-
Reserverad
trächtigen.
Bei Fahrzeugen mit Reserverad ist dieses
nicht mit einem Sensor ausgestattet.
Gaspatrone zur Reifenreparatur
und Reifenfüllset
Verwenden Sie, aufgrund der besonderen
Ventile, nur die Ausrüstung aus dem Her-
steller-Zubehörprogramm. ➥ 5.5.
Diese Funktion dient als zu-
sätzliche Fahrhilfe.
Reifendruckprobleme
Die Funktion übernimmt nicht
Die Tabelle auf der folgenden Seite listet die
die Aufgaben des Fahrers. Sie
Radwechsel
Warnmeldungen auf, die in der Instrumen-
kann niemals die Wachsamkeit und Ver-
Das System benötigt mehrere
tentafel 1 erscheinen, wenn das System ein
antwortung des Fahrers ersetzen. Über-
Minuten, um die Radpositionen
Problem mit dem Reifendruck feststellt.
prüfen Sie in monatlichen Abständen
und die Reifendrücke zu spei-
den Reifendruck, einschließlich den des
chern; überprüfen Sie daher den Reifen-
Reserverads.
druck nach jeder Arbeit.
2.31
AUTOMATISCHE REIFENDRUCKKONTROLLE (5/5)
Die Informationen in der Instrumententafel signalisieren mögliche Probleme mit dem Reifendruck (z. B. unzureichender Reifendruck
oder Reifenpanne). Das Aufleuchten der Warnlampe
®
bedeutet: Halten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit unter Berücksichtigung der Ver-
kehrssituation sofort an.
Kontrolllampen
Meldungen
Anzeigen
Interpretationen
Das Rad und der zugehörige Druckwert werden gelb an-
gezeigt.
Reifendruck anpassen
Dies zeigt an, dass ein Minderdruck im Reifen festgestellt
wurde. Den Druck der vier Reifen überprüfen und korrigie-
ren, anschließend das System zurücksetzen.
Das Rad und der zugehörige Druckwert werden rot ange-
zeigt.
Dies zeigt an, dass der Reifen eine Panne oder einen rele-
Reifenschaden
vanten Minderdruck aufweist. Den Druck der vier Reifen in
+
®
kaltem Zustand einstellen und das System zurücksetzen,
wenn der Reifen platt ist. Schadhafte Reifen austauschen
(oder austauschen lassen).
Ein Rad wird nicht mehr angezeigt.
Dies zeigt an, dass mindestens ein Rad nicht mit einem
Reifensensoren prüfen
Sensor ausgestattet ist (z. B. Ersatzrad) oder dass der
+
Sensor defekt ist. Wenden Sie sich an einen Vertragspart-
ner.
Dies zeigt an, dass das System nicht in der Lage war, den
Druck jedes einzelnen Reifens zu bestimmen. Dies kann
keine Lokalisie- rung Reifen
durch die Verwendung eines Sensors ohne Empfehlung
durch einen Vertragspartner verursacht werden. Das Rei-
fendrucksensor-Überwachungssystem bleibt in Betrieb.
2.32
FAHRSICHERHEITS- UND ASSISTENZSYSTEME (1/8)
Je nach Fahrzeug kann es sich um Folgen-
ABS (Antiblockiersystem)
des handeln:
Bei einer starken Bremsung verhindert das
ABS ein Blockieren der Räder und trägt
- Antiblockiersystem (ABS);
dadurch dazu bei, einen möglichst kurzen
- Elektronisches Stabilitätsprogramm
Bremsweg zu erzielen und die Lenkfähigkeit
(ESC) mit Untersteuerungskontrolle
des Fahrzeugs zu erhalten.
und Antriebsschlupfregelung;
Unter diesen Bedingungen sind während der
- Bremsassistent;
Bremsung auch Ausweichmanöver möglich.
- Erweiterte Antriebsschlupfregelung;
Außerdem ermöglicht das System eine Op-
timierung der Bremswege, insbesondere bei
- Assistenzsysteme bei Anhängerbe-
geringer Bodenhaftung (nasse Fahrbahn,
trieb;
usw.).
- Berganfahrhilfe;
Das Eingreifen dieses Systems macht sich
durch ein Pulsieren des Bremspedals be-
- Hinterradlenkung.
merkbar. Das ABS kann jedoch keinesfalls
Diese Funktionen dienen als
Weitere Fahrsicherheits- und Assistenzsys-
die Bremswirkung, die von der jeweiligen
zusätzliche Hilfen in kritischen
teme werden auf den folgenden Seiten be-
Bodenhaftung der Reifen abhängt, verbes-
Fahrsituationen, um das Ver-
schrieben.
sern. Die gewohnten Vorsichtsmaßnah-
halten des Fahrzeugs an die
men müssen folglich unbedingt eingehal-
Fahrweise anzupassen.
ten werden (Abstand zum vorausfahrenden
Die Funktionen übernehmen nicht die
Fahrzeug usw.).
Aufgaben des Fahrers. Sie erweitern
nicht die Möglichkeiten des Fahr-
zeugs und sollen nicht zu einer
schnelleren Fahrweise verleiten.
Diese Funktionen können daher nie-
mals die Wachsamkeit und die Verant-
wortung des Fahrers beim Führen des
Fahrzeugs ersetzen (der Fahrer muss
während der Fahrt immer auf plötzliche
Gefahrensituationen gefasst sein).
In Notsituationen kann eine Vollbrem-
sung vorgenommen werden. Eine
„Stotterbremsung“ zur Erhaltung der
Lenkfähigkeit erübrigt sich. Das ABS re-
guliert die Leistung der Bremsanlage.
2.33
FAHRSICHERHEITS- UND ASSISTENZSYSTEME (2/8)
Funktionsstörungen:
- In der Instrumententafel leuchten
und x
auf, begleitet von den Mel-
dungen „ABS prüfen“, „Bremssystem
prüfen“ und „ESC prüfen“: Dies zeigt an,
dass ABS, ESC und der Bremsassistent
deaktiviert sind. Eine normale Brems-
leistung ist weiterhin gewährleistet;
- Die Kontrolllampen x
, D
,
und
®
leuchten an der In-
strumententafel auf, zusammen mit der
Meldung „Störung Bremssystem“: Dies
weist auf eine Störung des Bremssys-
tems hin.
Wenden Sie sich in beiden Fällen an einen
Vertragspartner.
Das Aufleuchten der Warn-
Die Bremsen sind nur bedingt
lampe
®
bedeutet:
funktionsfähig. Heftiges Brem-
Halten Sie, zu Ihrer eigenen
sen ist jedoch gefährlich.
Sicherheit, unter Berücksich-
Halten Sie - unter Berücksich-
tigung der Verkehrssituation sofort an.
tigung der Verkehrssituation - sofort an.
Stellen Sie den Motor ab und starten
Wenden Sie sich an eine Vertragswerk-
Sie ihn nicht erneut. Wenden Sie sich an
statt.
eine Vertragswerkstatt.
2.34
FAHRSICHERHEITS- UND ASSISTENZSYSTEME (3/8)
Elektronisches
Untersteuerungskontrolle (USK)
Hinweis: In bestimmten Situationen (Fahren
auf sehr weichem Boden [Schnee, Schlamm
Stabilitätsprogramm ESC mit
Diese Funktion optimiert das ESC (Elektro-
usw.] oder Fahren mit Schneeketten) redu-
Untersteuerungskontrolle und
nisches Stabilitätsprogramm) im Falle star-
ziert das System u. U. die Motorleistung, um
ker Untersteuerung (Haftungsverlust der
Antriebsschlupfregelung
ein Durchdrehen der Räder zu verhindern.
Vorderräder).
Elektronisches Stabilitätsprogramm ESC
Funktionsstörungen
Antriebsschlupfregelung
Dieses System hilft Ihnen, in kritischen Fahr-
Erkennt das System eine Funktionsstörung,
Das System verhindert das Durchdrehen
situationen die Kontrolle über das Fahrzeug
erscheint an der Instrumententafel die Mel-
der Antriebsräder und kontrolliert das Fahr-
zu behalten (plötzliche Ausweichmanöver,
dung „ESC prüfen“ und die Kontrolllampe
zeug beim Anfahren, Beschleunigen bzw.
Verlust der Reifenhaftung in Kurven...).
Bremsen.
und die Kontrolllampe
Funktionsprinzip
Funktionsprinzip
leuchten auf.
In diesem Fall sind ESC und Antriebs-
Ein Sensor am Lenkrad erkennt die ge-
Über die Radsensoren misst und vergleicht
schlupfregelung deaktiviert. Wenden Sie
wünschte Fahrtrichtung.
das System ständig die Geschwindigkeit
sich an eine Vertragswerkstatt.
der Antriebsräder und erkennt, wenn diese
Andere im Fahrzeug verteilte Sensoren
durchdrehen. Wenn ein Rad durchzudre-
messen die tatsächliche Fahrtrichtung.
hen droht, wird es vom System solange ge-
Das System vergleicht die gewünschte mit
bremst, bis die Antriebsleistung der Haftung
der tatsächlichen Fahrtrichtung und korri-
des Rads angepasst ist.
giert Letztere nötigenfalls durch Abbremsen
bestimmter Räder und/oder Anpassung der
Das System greift auch ein, um die Motor-
Motorleistung. Bei einem Eingriff des Sys-
drehzahl an die Haftung der Räder anzuglei-
chen, und zwar unabhängig von der Betäti-
tems leuchtet die Kontrolllampe
an
gung des Gaspedals.
der Instrumententafel auf.
2.35
FAHRSICHERHEITS- UND ASSISTENZSYSTEME (4/8)
Bremsassistent
Bremsautomatik
Es handelt sich hierbei um ein Zusatzsystem
Bei einem schnellen Loslassen des Fahrpe-
zum ABS, das zur Verringerung der Brems-
dals, greift das System (je nach Fahrzeug)
wege des Fahrzeugs beiträgt.
sofort ein und bremst automatisch, um den
Bremsweg zu verkürzen.
Funktionsprinzip
Sonderfälle
Das System ermöglicht die Feststellung
Bei Verwendung des Tempomats:
einer Notbremsung. In diesem Fall erreicht
- wenn Sie das Gaspedal benutzen, kann
das System sofort seine maximale Leistung
das System eine Bremsung auslösen,
und kann die ABS-Regulierung aktivieren.
sobald Sie das Pedal loslassen
Das Fahrzeug wird mittels ABS abgebremst,
- wenn Sie das Fahrpedal nicht benutzen,
solange das Bremspedal gedrückt wird.
greift das System nicht ein.
Aufleuchten der Warnblinkanlage
Funktionsstörungen
Je nach Fahrzeug kann sie sich bei starker
Diese Funktionen dienen als
Erkennt das System eine Funktionsstörung,
Bremsverzögerung einschalten.
zusätzliche Hilfen in kritischen
erscheint an der Instrumententafel die Mel-
Fahrsituationen, um das Ver-
dung „Bremssystem prüfen“ und die Kon-
halten des Fahrzeugs an die
trolllampe
leuchtet auf.
Fahrweise anzupassen.
Wenden Sie sich an eine Vertragswerkstatt.
Die Funktionen übernehmen nicht die
Aufgaben des Fahrers. Sie erweitern
nicht die Möglichkeiten des Fahr-
zeugs und sollen nicht zu einer
schnelleren Fahrweise verleiten.
Diese Funktionen können daher nie-
mals die Wachsamkeit und die Verant-
wortung des Fahrers beim Führen des
Fahrzeugs ersetzen (der Fahrer muss
während der Fahrt immer auf plötzliche
Gefahrensituationen gefasst sein).
2.36
FAHRSICHERHEITS- UND ASSISTENZSYSTEME (5/8)
Erweiterte
Aktivierung, Deaktivierung des Systems
Hinweis: Der Standardmodus des Systems
ist der Modus „Auto“.
Antriebsschlupfregelung
Anweisungen zum Aktivieren oder Deakti-
(Bergabfahrkontrolle)
vieren der Funktion vom Multimedia-Display
aus entnehmen Sie bitte den Multimedia-
Wenn das Fahrzeug damit ausgestattet ist,
Anweisungen. Wählen Sie dann den Modus:
ermöglicht die Bergabfahrkontrolle die Kon-
trolle des Fahrzeugs auf Straßen mit gerin-
« Auto »
ger Bodenhaftung (loser Untergrund...).
Für etwa 15 Sekunden wird in der Instru-
mententafel die Meldung „Intelligente Trak-
tionskontrolle“ angezeigt.
Diese Position ermöglicht eine optimale Nut-
zung unter normalen Straßenverhältnissen
(trockene oder feuchte Fahrbahn, leichter
Schneefall ...).
Diese Funktionen dienen als
zusätzliche Hilfen in kritischen
« Expert »
Fahrsituationen, um das Ver-
Diese Stellung ermöglicht ein optima-
halten des Fahrzeugs an die
les Handling bei weichem Untergrund
Fahrweise anzupassen.
(Schlamm, Sand, Laub usw.). Der Modus
Die Funktionen übernehmen nicht die
Expert setzt das Bremssystem ein, über-
Aufgaben des Fahrers. Sie erweitern
lässt jedoch zugleich dem Fahrer die Kon-
nicht die Möglichkeiten des Fahr-
trolle über das Motordrehmoment, um das
Reifen
zeugs und sollen nicht zu einer
Fahrerlebnis zu steigern.
Wenn Reifen erneuert werden,
schnelleren Fahrweise verleiten.
Ab einer Geschwindigkeit von ca. 40 km/h
dürfen nur solche gleicher
Diese Funktionen können daher nie-
wechselt das System automatisch in den
Marke, Größe, gleichen Typs
mals die Wachsamkeit und die Verant-
Modus „Auto“, und in der Instrumententafel
und gleichen Profils montiert werden.
wortung des Fahrers beim Führen des
erscheint für ca. 15 Sekunden die Meldung
Fahrzeugs ersetzen (der Fahrer muss
Sie müssen identisch mit den Origi-
„Intelligente Traktionskontrolle“.
während der Fahrt immer auf plötzliche
nalreifen oder vom Hersteller zuge-
Gefahrensituationen gefasst sein).
lassen sein.
2.37
FAHRSICHERHEITS- UND ASSISTENZSYSTEME (6/8)
Fahrhilfe bei Anhängerbetrieb
Funktionsprinzip
Je nach Fahrzeug hilft dieses System, die
Die Funktion stabilisiert das Fahrzeug durch:
Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten,
- asymmetrisches Bremsen der Vorderrä-
wenn es zum Ziehen eines Anhängers ge-
der, um die durch den Anhänger hervor-
nutzt wird.
gerufenen Schwankungen zu reduzieren;
Es erkennt die durch das Ziehen eines An-
- Bremsen der vier Räder und eine Be-
hängers hervorgerufenen Schwankungen in
grenzung des Motordrehmoments, um
besonderen Fahrsituationen.
die Fahrgeschwindigkeit zu reduzieren,
bis die Schwankungen aufhören.
Funktionsbedingungen
- Die Anhängerzugvorrichtung muss
Die Kontrolllampe
blinkt an der In-
durch eine Vertragswerkstatt zugelassen
strumententafel, um Sie darauf hinzuwei-
werden;
sen.
- Die Verkabelung muss von einer Ver-
tragswerkstatt kontrolliert und zugelas-
sen werden.
- Die Anhängerzugvorrichtung muss an
das Fahrzeug angeschlossen sein.
Wenn die Verkabelung der An-
hängerzugvorrichtung belegt
ist, aber ohne dass ein Anhän-
ger angekuppelt ist (Fahrrad-
träger, Gepäckträger mit Beleuchtung
...), kann die Funktion unter bestimmten
Bedingungen, z. B. Spurrinnenbildung,
ausgelöst werden.
Gefahr des Abbremsens des Fahr-
zeugs.
2.38
FAHRSICHERHEITS- UND ASSISTENZSYSTEME (7/8)
Berganfahrhilfe
Das System unterstützt den Fahrer beim An-
fahren am Berg, je nach Grad der Steigung.
Es verhindert ein Zurückrollen des Fahr-
zeugs, indem die Bremsen automatisch an-
gezogen werden, wenn der Fahrer den Fuß
vom Bremspedal nimmt, um das Gaspedal
Das System der Berganfahr-
zu betätigen.
hilfe kann nicht vollständig ver-
Funktionsweise des Systems
hindern, dass das Fahrzeug
zurückrollt
(bei sehr starker
Es funktioniert nur, wenn irgend ein Gang
Neigung…).
eingelegt ist (Position nicht N oder P bei Au-
Das Fahrer kann stets das Bremspedal
tomatikgetrieben) und das Fahrzeug kom-
betätigen und auf diese Weise ein Zu-
plett still steht (Bremspedal ist betätigt)
rückrollen des Fahrzeugs verhindern.
Das System hält das Fahrzeug für ca. zwei
Die Berganfahrhilfe darf nicht für einen
Sekunden zurück. Anschließend lösen sich
längeren Halt verwendet werden: Benut-
die Bremsen und das Fahrzeug beginnt ent-
zen Sie hierfür das Bremspedal.
sprechend der Neigung zu rollen.
Diese Funktion ist nicht dafür ausgelegt,
das Fahrzeug dauerhaft gegen Wegrol-
len zu sichern.
Benutzen Sie gegebenenfalls das
Bremspedal, um das Fahrzeug anzuhal-
ten.
Der Fahrer muss bei glattem Untergrund
oder geringer Bodenhaftung besonders
wachsam sein.
Gefahr schwerer Verletzungen!
2.39
FAHRSICHERHEITS- UND ASSISTENZSYSTEME (8/8)
Funktionsstörungen
A
B
- Wenn die Kontrolllampe
zusam-
men mit der Meldung „Servolenkung
prüfen“ an der Instrumententafel auf-
leuchtet: Wenden Sie sich an eine Ver-
tragswerkstatt.
- Wenn die Kontrolllampe
®
zusam-
men mit der Meldung „Störung Servolen-
kung“ an der Instrumententafel aufleuch-
tet, weist dies auf einen Defekt des
Systems hin.
Das Aufleuchten der Warn-
Hinterradlenkung
Bei einer höheren Geschwindigkeit bewe-
lampe
®
bedeutet: Unter
Bei Fahrzeugen, die damit ausgestattet sind,
gen sich die Hinterräder in die gleiche Rich-
Berücksichtigung der Ver-
erlaubt dieses System eine Orientierung der
tung wie die Vorderräder (Abbildung B), um
kehrssituation sofort anhalten.
Hinterräder in Abhängigkeit der Fahrbedin-
die Straßenlage des Fahrzeugs zu optimie-
Wenden Sie sich an eine Vertragswerk-
gungen
ren. Dies ist nützlich bei Spurwechseln, bei
statt.
- Bei niedrigen Geschwindigkeiten be-
Kurvenfahrten ...
Bei Kollisionen an der Bodengruppe
günstigt das System die Manövrierfähig-
Hinweis: Die Systemkonfiguration (An-
des Fahrzeugs (zum Beispiel: Berühren
keit.
sprechverhalten usw.) hängt von dem
eines Pollers, einer Bordsteinkante oder
- Bei hohen Geschwindigkeiten optimiert
im Menü „MULTI-SENSE“ ausgewählten
anderen Fahrbahnbegrenzungen) kann
das System die Stabilität.
Modus ab. ➥ 3.2.
dieses beschädigt werden (Verformung
Bei geringer Geschwindigkeit bewegen sich
einer Achse).
die Hinterräder entgegengesetzt zu den Vor-
Lassen Sie Ihr Fahrzeug gegebenenfalls
derrädern (Abbildung  A), um die Manövrier-
von einer Vertragswerkstatt überprüfen,
fähigkeit des Fahrzeugs zu erleichtern. Dies
um jegliches Unfallrisiko auszuschlie-
ist im Stadtverkehr nützlich, insbesondere
ßen.
beim Einparken...
2.40

 

 

 

 

 

 

 

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