Фонетика. Экзаменационные билеты для студентов с ответами (2020 год) - часть 5

 

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Фонетика. Экзаменационные билеты для студентов с ответами (2020 год) - часть 5

 

 

Unvorbereitende (spontane), unoffizielle Rede 

(mit verschiedenem Grad an 

Offizialität) – 

gemäßigte

 und 

lässige

 (fast Umgangssprache) Formstufen; entweder

in Monologform, oder in Form eines Alltagsgesprächs; die Rede wird entweder 
sachlich – informierend (Betriebsreportage, Kommentar) oder aktivierend – 
emotionell  (Sportreportage usw.) gestaltet. 

1b 

– charakteristisch: eine Lautung mir großer Zahl der assimilierten und 

reduzierten Formen, quantitative und qualitative Reduktion der Vollvokale in 
Dienstwörtern (Artikeln, Pronomen, Partikeln usw.), Schwächung der Aspiration der 
Fortes, die abgeschwächte Artikulationsspannung 

 das velare [ ] und das 

vokalistische  [ ], Elisionen (komprimierte Formen) – auch Tilgung, 

ɐ

сокращенные 

сжатые формы типа `ne = eine, Lautverlust besonders deutlich kommt das alles in 
akzentlosen schnell gesprochenen Wortgruppen; intonatorische Gestaltung der 
ungezwungenen spontanen Rede: kurze Syntagmen, Überlegungspausen, 
ungleichmäßige Verteilung der akzentuierten Silben, Verschärfung der 
melodischen, dynamischen und temporalen Kontraste, starke Variabilität des 
Tempos und der Lautheit, scharfe Melodiekonturen, Stockungen, Gestik, Mimik. 

2b

 – Alltagsgespräch, Unterhaltungsgespräch im Familien – Freundeskreis – 

Austausch von Äußerungen zwischen Gesprächspartnern; ruhig, sachlich – 
informierend oder emotional gefärbt ist; charakteristisch: luschige (небрежное) 
Aussprache, minimale Deutlichkeit der Lautung, maximale Zahl der 
Assimilierungen, minimale Artikulationsspannung 

 Öffnung und Zentralisierung 

der Vollvokale, Vokallosigkeit in Synsemantika; ; das vokalistische  [ ]; 

ɐ

intonatorische Gestaltung: die Nichtabgeschlossenheit, beschleunigtes variables 
Tempo, unterschiedlicher Grad der Akzentuierung, auch Veränderungen dialektaler 
Herkunft Verminderung der Zahl der akzentuierten Silben im Ausspruch, 
Verstärkung des Akzents auf der betonten Silbe; Intonation spielt eine große Rolle 

 hilft die Gedenke und Absichten der Sprechers zu verstehen;

Die kommunikative Wirksamkeit in der Rede ist höher, als in der distanten Rede  in 
Monologform;
Im Vergleich zur Variante 2a (auch ein Dialog, aber offizielles 
«Klärungsgespraech»): 2b - zufälligen, intimen, emotional-gefärbten  Charakter, in 
nicht offiziellen Situationen verwendet, das Gespräch ist nicht geplant, von Thema, 
Form, Verlauf nicht begrenzt, keine formelle Vollständigkeit der Sätze, einen großen
Spielraum der phonetischen Gestaltung; 
Die kommunikative Wirksamkeit in der Rede ist höher, als in der distanten Rede  in 
Monologform;
Die Partner beeinflussen einander intonatorisch, der emotionelle Zustand ist vor 
allem in der Tonhöhe, Lautstärke, Klangfarbe, im Sprechtempo zu sehen: die 
Antwort kommt im Ton der Frage.  Wenn aber die Partner sozial ungleich sind, 
werden die prosodischen Mittel unterschiedlich gebraucht. 

12

Phonostilistischen Varianten der Aussprachenorm. Lautschwaehungen und 
assimilatorische Reduktionen in verschieden Varianten der Aussprachenorm.
G. Meinhold klassifiziert die Aussprachestile folgenderweise:
1. Formstufe der Lesung
a. hohe Formstufe
b gemaessigte Formstufe
2. Formstufe des Gespraechs
a gehobene Formstufe des Gespraechs
b laessige, saloppe Formstufe des Gespraechs
Als Hauptkriterien zur Bestimmung des phonetischen Stils dienen temporal 
Parameter (das Sprechtempo) sowie die Realisierung der segmentalen Einheiten, 
d.h. die deutliche Realisierung von Phonemen in ihrer Hauptgestalt oder die 
reduzierte Realisierung bis zur Null-Realisierung von einigen Segmenten.

Der gehobene phonetische Stil mit sehr hohen Artikulationspraezision

Der gehobene Stil der Rede wird im klassischen Drama auf der Buehne gebraucht, 
bei kuenstlerischem Vortrag (Gedichte, Prosa), In feierlichen Reden, Appellationen 
usw. Das ist moistens vorbereitete distante Rede von grossem Publikum. Eine 
emotional gefaerbte, motivierende Rede.
Als phonetische Besondersheiten dieses Stils gelten:

-

Die minimale Zahl der koartikulatorisch-assimilatorischen Erscheinungen

-

Die starke Aspiration des Fortes [p t k]

-

Die Anwesenheit des velaren [ ] und des uvularen [R]

ʁ

-

Diequantitative Reduktion der Vollvokale in unbetonter position

Der neutral phonetische Stil mit hoher bis mittlere Artikulationspraezision

Dieser Stil weist manche Uebergangsformen auf, die an die neutral Aussprache 
grenzen. So steht die gepflegte sachbetonte Ausdrucksweise in frei gesprochenen 
Vorlesungen und Vortraegen der neutralen Aussprache am naechsten. Der 
Sprecher muss die Rede frei formulieren, sonst kommt es zu Stockungen und nicht 
logischen Pausen.
Dieser phonetischen Stil wird durch eine deutliche Lautung der gepflegten Red emit 
einer geringen Zahl von Reduktionen gepraegt. Gemaessigte Aspiration der Fortes 
[p t k ], Gebrauch des velaren [ ] kennzeichnen diesen Stil. Fuer die Verteilung 

ʁ

intonatorischen Mittel ist die Variabilitaet des Tempos, der Lautheit, der 
Akzentuierung / Nichtakzentuierung, des Timbres usw. bezeichnend.

Die Umgangsaussprache mit verminderter Artikulationspraezision

Nicht offiziell, im Familienkreis, unter freunden, spontan, nicht geplant
Minimale Deutlichkeit der Lautung mit maximaler Zahl der Assimilierungen 
(Elisionen und Lautverwust), Oeffnung und Zentralisierung der Vollvokale, 
Vollosigkeit in Synsemantika sind Folgen der minimalen Artikulationsspannung, die 
desen Stil auszeichnen. 
Als phonetische Besonderheiten diese Stils gelten6

-

Sowohl quantitative als auch qualitative Reduktionen der Vollvokale in 
Deinstwoertern (Artikeln, Pronomen, Partikeln usw) zB wir [va], den [n]. 
dem [dn]

-

Das Anwachsen der assimilierten Formen, zB haben [ham], sieben [zi:bm]

-

Schwaechung der Aspiration der Fortes [p t k ], zB Tag [ta:k]

Die abgeschwaechte Artikulationsspannung kennzeichnet diesen Stil

-

Als Folge davon erscheinen Elisionen (komprimierte Formen), Lautverlust 
(Lautabstossung), das velare [ ] und das vokalische [ ]

ʁ

ɐ

Sie treten in akzentlosen, schnell gesprochenen Wortgruppen besonders deutlich 
zutage, zB und [un], einem [aem]
In unbetonten Funktionswoertern kommt es bei fliessender Rede zu einer 
Neutralisierung und Kuerzung der Vokale, zB du [də], im [m]
Aufgrund des Rhythmus der deutschen Sprache unterligen alle unbetonten Silben 
einer starken zeitlichen Reduktion. Diese Erscheinung fuehrt zur gleichzeitigen 
assimilation der Artikulationsstelle, zB mal [ma], ist [əs]
Es kommt zu einer Spirantisierung der Verschlusslaute [b g d], zB liegst [li:

st]

14

14. Die Lautmodifikationen im Sprechprozess. Assimilation und 
Akkomodation. Der Einfluss der Position und des Akzents im Wort und in der 
Silbe.

Der Aktikulationsprozesse stellt ohne gebrochene Bewegungen der Sprechorganen 
dar. Diese Bewegungen gehen in einander ueber, beeinflussen einander und rufen 
bestimmte Lautveraenderung hervor. 

Die Lautmodifikationen

 entstehen durch 

physische Gesetzmaessigkeiten der nervoesen Vorgaenge und 
Muskelbewegungen, die  verschiedene Veraenderungen in den gewohnten Lautung
hervorrufen.
Zu jenen Modifikationen zaehlt man:

Assimilation 

(vom lateinischen ‘aehnlich’) - der Prozess der phonetische 

Angleichung benachbarten Laute in Bezug auf  Artikulationsart und 
Artikulationsstelle. Artikulation eines Lautes wird ganz oder teilweise auf 
den anderen Laut uebertragen. Es gibt Assimilation in der 
Artikulationsstelle,der  Artikulationsart und dem Grad der Stimmhaftigkeit 
(Stimmbeteiligung). Diese Assimilationen koennen sowohl im Wortinneren 
als auch an der Morphemgrenze entstehen. 

Es gibt auch verschiedene Arten der Assimilationen:

1.

kontakt und fern

2.

progressiv und regressiv

3.

teilweise und total

Assimilation in der Artikulationsstelle hat Unterarten

:

1) Labialisierung  - 

die

 

Ersetzung eines ohne Lippenrundung gesprochenen 

Vokals durch einen, der mit Lippenrundung gesprochen wird. So sind die 
gerundeten Vorderzungenvokale der neuhochdeutschen Sprache durch 
Labialisierung entstanden. Aus dem mittelhochdeutschen Wort leffel wurde 
Löffel.

-

Der alveolare n-Laut wird unter der Einwirkung von 

p\b 

von den Lippen verschoben(geben – gebm)

2) Palatisierung – 

vollzogene stellungsbedingte Aenderung einesLautes durch 

Hebung des Zungenrueckens in Richtung des harten Gaumens(die 
Entweichung)

3) Velarisierung – 

das Anheben des hinteren Teils der Zunge gegen das Vellum(

die Verhaertung) 

4)  Nasalisierung

 -  eine Art Ausgleichung. Beim Zustreffen von 

Verschlusssprenglauten und Nasalen mit gleicher Artikulationsstelle wie 

t-n, d-

n, p-m, b-m

 entstehen nasale Schattierungen der Verschlusssprenglaute

Ordnung, abmelden, entnerven. 

Deutsche Konsonanten sind gewoenlich 

rein(nicht nasalisiert).

5) Vokalharmonie

(z. B.deutscher Umlaut) - ein phonologischer Prozess, bei dem

mehrere Vokale bezüglich bestimmter Merkmale aneinander angeglichen 
werden. In den meisten Fällen betrifft die Vokalharmonie die Merkmale 
gerundet/ungerundet bzw. geschlossen/offen.

6)

 Assimilation nach Artikulationsart stellt eine

 Gemination

 der Konsonanten an 

der Morphemgrenze dar.    

7)

Elision(totale Assimilation) 

– 

der Ausfal von verschiedenen Lauten 

( Synkope(ebenem – ebnem) und Apokope(sage ich – sag ich))

Stimmlosigkeit

Stimmhaftigkeit

progredient

regredient

progredient

regredient

Deutsch

das Buch

gibt    

-

-

Russisch

-

лодка     

-

сдоба

Akkomodation 

(vom lateinischen 'bequem')  - der Prozess der 

phonetischen Anpassung (Teilanpassung) der Konsonanten den 
benachbarten Vokalen oder  der Vokale den  konsonanten Sie erscheint in 
Form von leichter Labialitaet der Konsonanten unter dem Einfluss der 
labialisierten Vokale: 

Kuss, Dusche

Die labialisirte Vokale wirken dabei in beiden Richtungen, so dass man hier von den
regredienten und progredienten Akkomodationen sprechen kann. Akkomodation tritt
auch in Form einer teilwese Palatalisierung auf: es geht hier um eine geringe 
Erweichung der Hinterzungenkonsonanten [k,g,n] vor und nach Vokale der vorderen
Reihe: 

moeglich, eng

Epitese 

– die Zugefuegung eines Lautes. (fuenf – fuenef(dialektal))

Inversion –

 

die Vertauschung von Lauten in ihre Abfolge

15

Phonetische Lautwechsel  (честно, сама не особо понимаю, что это такое..)
in der Sprache gehen Prozesse der Phonologisierumg und der Dephtonologisierung
vor sich. 
V. K. Zuravlov nennt folgende Etappen der Lautveränderungen: 
- die phonetische Etappe des Synchronischen Funktionierens der 
Phonemvarianten, z.B. : Rede, werden, ihr, Lehrer. 
- Als Ergebnis der Reihe phonetischer Prozesse können zwei Varianten eines 
phonematisch in einer und derselben Position schon als zwei selbstständige 
Phoneme fungieren, vgl. das Erscheinen des umlautierten [ä] als Folge des [i] der 
Endsilbe: ahd. faran, feris - nhd. (du) fährst. 
- die Phonologisierung von Ergebnissen der phonetischen Veränderungen, z.B.: [x- 
], Nacht- Nächte, Frucht - Früchte.  

Auf dem Basis des quantitativen und qualitativen Wechsels der Phonemvarianten 
entstanden bestimmte Ablautrheien, die für die starken Verben und die Wirtbildung 
von Bedeutung sind, vgl.: trinken- trank - getrunken; der Trank, der Trunk. 

Unter bestimmten phonetischen Bedingungen entstanden im Laufe der Geschichte 
neue Vokalphoneme:
- Alte lange Vokale wurden diphthongiert (min-mein, hüs- Haus) 
- Alte Diphthonge wurden monophthongiert (gout-gut, sueze-süß) 
- Ursprünglich nicht labialisierte Vokale wurden in einigen Fällen auf Grund 
assimilatorischen Einflusses labialisiert (zwelf - zwölf, fimf-finf - fünf, mantac - 
Montag). 

16

Der phonologische Lautwechsel im Deutschen. Der phonologische 
Lautwechsel in der Phonoloie.

Es handelt sich um eine Art Lautwechsel, dessen phonetische Gesetzmäßigkeiten 
aus der Sprache verschwunden sind und vom Standpunkt der gegenwärtigen 
Sprache aus nicht erklärt werden können. Dieser Lautwechsel ist phonologisch zu 
werten, weil man es hier entweder mit neuentstandeneden selbständigen 
Phonemen oder mit dem Phonemschwund zu tun hat. Dieser Wechsel wird auch 
historischer Wechsel genannt. Auf dem Gebiet des Vokalismus entstanden 
Neurungen phonologischer Art: 
1) Morphologische Erscheinung des Umlauts hat einen phonetischen Ursprung. Seit
dem 10.Jahrhunderts wurde der Umlaut des langen ‘u’ orthographisch bezeichnet 
als ‘iu’ [y:].  W. M Shirmunski schreibt, dass ä

, ü, ö 

 zu selbständigen Phonemen 

wurden, erst nachdem das 

i(j)der 

 Endsilbe der endgültige Form von ‘

e’

 

angenommen hatte.  Im modernen Deutschen erfüllt der Umlaut rein grammatische 
Funktionen: Pluralbildung der Substantive, Steigerungsstufen der Adjektive, 
Präsensformen des Indikativs einiger starker Verben, Konjunktiv. Als Folge der 
historischen Erscheinung des Umlauts wechseln im modernen Deutsch folgende 
Phoneme:

2) Die phonetischen Bedingungen des Ablauts sind bis jetzt noch wenig erforscht. 
Das Wesen des Ablauts besteht im regelmäßigen Wechsel der Vokalphoneme bei 
der Wort und Formenbildung: 

binden-band-bebunden; die Binde, das Band, der 

Bund. Der

 Terminus 

Ablau

t wurde von Jacob Grimm gepragt. Es sind 2 

verschiedene Arten des Ablautes zu unterschieden: 

3) Die Abschwaechung der Vokale
a) Phoneme [a,o,u,e,i] wurden zum  reduzierten [э]: taga- Tage, gesti - geste
b) die Dehnung der Kurzvokale trat in der Regel bur in betonten offenen Silben: 

Die althochdeutsche Lautverschiebung, auch 2. Lautverschiebung  genannt (6-
12Jh), führte in den germanischen Sprachen zum aktiven Konsonantenwechsel, der
große Veränderung im Phonemgehalt des Germanischen hervorrief. Die 
althochdeutsche Lautverschiebung  ist ein umgefangreicher Prozess der sich über 
mehrere Jahrhunderte hinzog und die Konsonanten  [p,t,k, b,d,g] beeinfluesste: 

Außer den generellen Veränderungen, die einen Laitwechsel in der Sprache 
hervorrufen- sind noch einzelne Lautverletzungen folgender Art zu verzeichnen wie 
Lautverletzungen infolge der Dissimilation: 

wespa- Wespe;

 Zuwachs von 

Konsonanten, oft Entwicklung eines ‘parasitären’ Lautes: 

eigen-lich – eigentlich

17

Die phonetische Basis der Sprache. Die Besonderheiten der deutschen Basis im 
Vergleich zum Russischen.

    Die phonetische Basis ist die Gesamtheit gewisser Besonderheiten und 
Gesetzmäßigkeiten für die  Einstellungen und Bewegungen der Sprechorgane, 
deren Charakter sich von Sprache zu Sprache verändert. Dieser Begriff umfasst die
Artikulations (1)- und die prosodische (2) (rhythmus-melodische) und die 
Perzeptiobsbasis (auditive Muster/Invarianten, die der Hörer/Sprecher beim 
Spracherwerb aufbaut und speichert und mit deren Hilfe er phonematisch und 
intonematisch hört) (3). 
    Diese Besonderheiten und Gesetzmäßigkeiten entstehen infolge der 
Zusammenwirkung von 2 Tendenzen: der Sprachentwicklung + dem Gesetz der 
artikulatorischen Ökonomie. 

 1)  Unter Artikulationsbasis versteht man eine ganz bestimmte Lagerung und 
Bewegungsart der aktiven Teile der Artikulationsorgane, die für die gesamte 
Lautboldung einer Sprache charakteristisch ist. 
  - Diese Besonderheiten beziehen sich auf die Artikulationsspannung, 
Lippentätigkeit, Mundöffnungsweite, Zungenlage, Gaumensegelfunktion und den 
Kehlkopfstand. 
  - Die Artikulationsspannung der deutschen Standartaussprache ist viel stärker als 
die der Russischen. Die Artikulationsspannung und die Artikulationseinstellungen 
des Deutschen sind sowohl stark, als auch stabil. 
-  Für die deutsche Artikulationsbasis sind eine energische Vorstülpung und 
Rundung (hoch-ovale Einstellung). Im Russischen fallen diese 
Artikulationsbesonderheiten weg (Breitzug der Lippen). 
 - In der deutschen Aussprache sind die Zungenbewegungen nach vorn verlagert, 
im RUS + ENG - weiter nach rückwärts. 

1)

 Das etwas gehobene Gaumensegel und der relativ tiefe (im Vergleich zum

Russischen) Kehlkopfstand führen zur Weitung des Rachenraums. 
2)

Kieferbewegung: Im DE - vertikal, im RUS - horizontal

2) - Im Deutschen sind die Bewegungen der Sprechorgane sprunghaft. Im RUS - 
schrittweise.

-

Ein abrupter Tonbruch charakterisiert die deutsche Silbe. Eine fließende, 

die ganze Silbe umfassende Bewegung - RUS
-

Stoßende Ausatmung bei der deutschen Artikulation; fließende Bewegung 

der Artikulationsorgane bei der Silbenbildung, fließende übergänge von einer 
Artikulationsstellung - RUS
-

Der Melodieumfang des Deutschen ist viel kleiner als der des RUS

3) Unter der Norm im Bereich der sprachlichen Kommunikation verstecht man die 
Realisationen der Sprache in einer bestimmten Epoche. Sie sollen relativ stabil, für 
eine bestimmte Epoche als richtig gelten und obligatorisch sein. 

18

Funktionen von Sprache

 

Kommunikative Funktion der Sprache

 – Den Kommunikationsvorgang bilden 3 

Faktoren: Sprecher, Sprechtext u Hoerer. Hauptstufen des 
Kommunikationsvorgangs sind: die Kommunikationsansicht, der 
Kommunikationplan, das Kommunikationverfahren. Nach der kommunikativen 
Absicht und Funktion wurde die Sprechtexte in informierende, aktivierende und 
emotional bewegende eingeteilt. Unter dem Kommunikationsplan versteht man eine
Sprechstrategie, die eine inhaltliche und eine formale Struktur einer Aeusserung 
festlegt. Zu den Faktoren und Bedingugen, die eine Gestaltung des 
Kommunikationsplanes beeinflussen, sind 
1)Kommunikativssituation, 
2) das soziale Verhaeltnis zwischen Sprecher und Hoerer, 
3) Aufgabe der Kommunikation,  
4) der zu behandelnde Stoff und Kommmunikationsabsicht des Sprechers, 
5) Kommunikativsmotivation, 
6) die Kenntnis des Hoerers, 
7) der Grad der Sprachbeherrschung  beider Kommunikationspartner 
8) die Kenntnis der Sprechnormen zu zaehlen. 

Kommunikationsverfahren sind geistig sprachliche Operationen innerhalb einer 
Handlung. Sie sind Mittel zur Bildung der Begriffe und das Mittel zur Verstaendigung
im Komunikationsprozess.  Der Kommunikationseffekt wird stark beeintraechtigt, 
wenn der Sprecher 
1) seine Gedanken logisch formuliert 
2) sich ein praezise und deutlich ausdrueckt 
3) Verlegenheitslaute (eh, ah) hervorbringt.

Bedeutung der Sprecherziehung fuer zukuenftige Berufssprecher

 – wie man 

mit gesprochenem Wort auf Zuhoerer einwirken kann. 

Paralinguistische Mittel. Dazu gehoeren die Mittel der sprachlichen Phonation, 
Mimik und Gestik, im schriftlichen Ausdruck etwa Frage- und Ausrufezeichen. Die 
Bedeutung dieser Mittel fuer die Kommunikation ist ausserordentlich gross, sie 
koennen bis zu 40% der Information dem Gespraechspartner signalisieren. 
Beispiele aus dem Fremdsprachenunterricht zeigen methodische Verfahren, die in 
hohem Masse den Kommunikationsmoeglichkeiten der Lernenden weiterhelfen. Ein
entsprechendes Verfahren, naemlich neben Mimik und Gestik die Nutzung von 
verschiedenen Intonationen oder gewissen Emotionen, ist auch fuer das Lesen im 
Unterricht angebracht. Die Arbeit mit Paralinguismen hilft, die Effektivitaet des 
Unterrichts zu erhoehen, sie erweitert die Moeglichkeiten der Lerner. Dies betrifft 
sowohl das Rezipieren der Fremdsprache als auch deren aktive Beherrschung. 
Paralinguismen als Mittel des Fremdsprachenunterrichts sollten Objekt weiterer 
eingehender Forschungen sein.
Theaterschule. Die Arbeit mit 

Kommunikationsmodellen die Blockaden 

aufzudecken

20

Der Wortakzent(WA)

Das Wort wird in der Sprachkunde als die kleinste bedeutungstragende sprachliche 
Einheit definiert. 
Der WA ist die lautliche Vorhebung einer Silbe aus einer mehrsilbigen Wortform: - 
dynamische Mittel     - melodische  - temporale
Die Akzentuierung erfolgt nach bestimmten Regeln, die in jeder Sprache spezifisch 
sind.
Der WA im Deutschen ist beweglich, aber morphembezogend. Über‘setzen-
‚übersetzen     Professor-Professoren

Die Funktionen des WАs

Der deutsche WA übt 3 Funktionen  aus: 1) konstitutive, 2) demarkative, 3) 
distinktive. (по  розовому учебнику) 1) unterordnete 2) abgrenzende 3) ditinktive

1) Die unbetonten Silben gruppieren sich im Wort um eine betonte Silbe
2)  Der Akzent zeigt  den Anfang od das Ende der Wörter. 
3) Schafft das Verständnis und widerspiegelt die grammatischen Regeln 

der WA übt in solchen Wortpaaren eine distinktive Funkt aus, zB 
‘Au’gust имя и месяц, ‘Ak’tiv, ‘Per’fekt, ‘ueber’setzen usw.

Regeln des WАs

1) In d-n Stammwörtern liegt der WA auf der 1.Silbe : V

a

ter, 

e

wig, offen. 

Abweichungen: Städte- u Vornamen: Berl

i

n, Math

i

lde; 

auch Hol

u

nder, Fo

re

lle, Horn

i

sse, Hermel

i

2)In zweigliedrigen zusammengesetzten Wörtern – die1.Stammsilbe es 
Bestimmungswortes trägt den Hauptakz,   die 1.Stammsilbe des Grundwortes - den 
Nebenakz: Be’freihungsbe‘wegung.
3) In dreigliedrigen zusammengesetzten W-rn – 1. od 2. Bestandteil: ‘Eis’kunstlauf.
4) Zusammenrückengen  ursprünglich selbstständiger W-r – das letzte Glied: 
Lebe’

wohl

, schwarzrot’g

o

ld

5) Zusammengesetzte Ortsnamen – 2.Glied: Schön’br

u

nn, Neu’s

ee

land, 

Schleswig–‘H

o

lstein.

6) Zusammengesetzte Abkürzungen: 1) Abkürzung des Bestimmungswortes- 
Anfangsbuchste: 

U

-Bahn, 

D

-Zug 2) Anfangssilben zweier Komponenten – 1.Silbe: 

F

o

to, 

U

ni, Kilo (ab: La’bor) 3) Anfangsbuchstaben – letzer Buchstbe:  US

A

, UdSSR,

SP

D

 4) mit Vokalbuchstaben – 1.Sil: N

A

TO, D

E

FA. 

u

no

Unbetonte Präfixe:

 be, ge, er, ver, zer, emp, ent – 1.Silbe des Wortstammes: 

besuchen.

Un

 – im meisten Fällen betont  

!

  in mehrsilbigen  Adjektiven mit ig, lich, haft, bar, 

sam  - sind 2 Akzvarianten: ‘un’moeglich.

Ur 

– immer betont

Miss

 – immer betonnt(Subs\Adj) ‘Missbrauch   

aber

: in den Verben – auf der 1. 

Stammsilbe miss’glücken 

 !

 in den V. mit 2 untrennbaren Präfixen  - 

miss

verstehen

Trennbare Präfixe:

 ab, an, auf, aus, bei, ein, mit, nach, vor, weg… - betont und die 

1.Stammsilbe nebenbetont: abgeben
Durch, hinter, über, unter, um -  schwankend WA: trenbar –hauptbetont, untrennbar 
–nebenbetont.
Unbetonte Suffixe 

e, en, ler, ner, chen

 1.Stammsilbe: Liege.

Bar, sam schaft, haft, tum, los

 tragen Nebenakzent.

Betonte ausländische Suffixe

: ant, ent, ei, aer, graph, ismus, tion.

Ik

 betont od unbetont: Musik - Statistik

Or

 im Sg unbetont, im Pl betont: Pro’fess’or(en).   

Reduplikation – Tic-

ta

k   Wau-

wau

   Schiki-

Mi

ki  

Rückbildungen – N

o

tlandung – n

o

tlanden

21

INTONATION 

Die Intonation ist eine Summe von intonatorischen Mitteln, die sich auf den 
Lautbestand einer Phrase oder eines Textes aufschichten. (Die Intonation ist der 
Komplex von den prosodischen Mitteln: Melodie, Rhytmus, Pausen, Betonung, 
Klangfarbe)

Aspekte der Betrachtung der Intonation. 

Die Melodie ist die Tonhöhebewegung der Stimme innerhalb einer Äußerung. Das 
Hauptmittel der Intonation.
Der Rhytmus ist der Wechsel der betonten und unbetonten Silben. 
Die Pause ist eine Unterbrechung des Klingens. 
Die Betonung ist die Ausgliederung der Einheiten der Rede mit der Hilfe von den 
phonetischen Mitteln. 
Die Klangfarbe ist die Qualität des Tons. 

 Funktionen der Intonation 

Die sprachliche Funktion

: der Sprecher/Hörer kann den Redefluss gliedern, 

sinnwichtige Teile des Ausspruchs (des Satzes) und der Äußerung (des Textes) 
hervorheben und differenzieren, das subjektive Verhalten zur Inhalt des Ausspruchs
und der Äußerung ausdrücken und auffassen. Man unetrscheidet syntaktische 
Funktionen (organisierend, logisch, stilistisch u. a.) und die nicht syntaktische 
Funktion der Intonation (expressiv-emotional).

Die organisierende Funktion: 

die Gestaltung und Organisierung der Rede. 

Einerseits gliedert die Intonation die Rede in verschiedene phonetische Einheiten 
(Aussprüche, Sprechtakte = Syntagmen, Akzentgruppen), andererseits vereinigt die
Intonation kleinere phonetische Einheiten in größere. In diesem ´Raum /´ gibt es 
keine ´´Luft. Die ´Brille in der ´Hand / ´trat ich ans ´´Fenster.

Bedeutungen: die Ganzheit des Ausspruchs (Abgeschlossenheit – 
Nichtabgeschlossenheit), die kommunikative Einstellung des Sprechers (Aussage – 
Frage, Aussage – Aufforderung, Frage – Aufforderung), die kommunikative Aufgabe
des Ausspruchs (das Thema – das Rhema) u. a. m. Hauptmittel: Melodie, 
Pausierung.

Die logische Funktion

: die Opposition "Verbindung – keine Verbindung". Mittel: 

Melodie, Akzent, Pausierung, Tempo. Das gilt z. B. für: a) ein erweitertes Attribut: 
´ein in ´ganz ´Russland be´kannter ´´Sänger (die Akzentuierung des Artikels drückt 
die Verbindung zwischen dem Artikel und dem Substantiv aus); b) gleichartige 
Satzglieder: Wir ´essen ´Obst / Ge´müse / Kar´´toffeln. (diese Satzglieder bilden 
Sprechtakte, das letzte Satzglied enthält die Schwerpunktsilbe, d. h. die 

(haupt)betonte Silbe des sinnwichtigsten Wortes in der Äußerung); c) die 
Absonderung: Eine ´Frau / ´zierlich und ´klein / ´öffnete die ´´Tür. (verstärkte 
Akzente).

Die stilistische Funktion:

 die Differenzierung von Textsorten. Mittel: Melodie, 

Akzent, Tempo, Pausierung.

 Die expressiv-emotionale Funktion

: der situationsbedingte intellektuelle und 

emotionale Zustand des Sprechers. Mittel: Akzent (starke Kontraste), Stimmfarbe.

Der imotionelle Aspekt 

besteht darin, dass die Intonation in sich eine bestimmte 

Emotion enthält, die den emotionellen Zustand des Sprechers immer und manchmal
auch seine Vorhaben, auf den Hörer auf bestimmte Weise einzuwirken, zeigt. 

 

 

 

 

 

 

 

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