Фонетика. Экзаменационные билеты для студентов с ответами (2020 год) - часть 4

 

  Главная      Учебники - Разные     Фонетика. Экзаменационные билеты для студентов с ответами (2020 год)

 

поиск по сайту            правообладателям  

 

 

 

 

 

 

 



 

содержание      ..     2      3      4      5     ..

 

 

Фонетика. Экзаменационные билеты для студентов с ответами (2020 год) - часть 4

 

 

Satz ausdruecken (z.B. Er dachte, sie wird bestimmt kommen. Er, dachte sie, wird 
bestimmt kommen).

5. Die Klangfarbe. Sie ist am wenigstens erforscht. Sie hat eine emotionale Funktion. 
Je nach dem Gefuel, das der Sprecher zum Ausdruck bringt, veraendert er das 
emotionale Timbre seiner Stimme. Die menschlichen Emotionen sind international und 
koennen sich in der Rede veschiedener Sprachtraeger durch aehnliches emotionales 
Timbre auessern.

7.

Das Tempo-die Anzahl der Redeeinheiten pro Zeitintervale. *Rhema hat ein 
langsameres Tempo

Das Sprechtempo kann individuell veschieden sein. Darin realisiert sich emotionaler 
Zustand des Sprechers und sein Gedankenablauf. Das Redetempo wird sowohl von 
sprachlichen als auch von aussersprachlichen Faktoren beeinflusst. Tempo – 
verlangsamt/ beschleunigt. haengt von der Dauer der Silbe ab

Besonderheiten der Intonationsmittel des Deutschen im vergleich zum Russisch
 

Jede Sprache kennzeichnet ein bestimmtes rhythmisches Gepraege/ bestimmte 

Dynamik. 

Deutsch – die Dynamik der Stakatto (starker Atemdruck, Ein-, Absatz, Energie der 
Artikulation)
Russisch - die Dynamik der Legatto (weich, melodisch, fliebend)

23

Intoneme und ihre Varianten in der deutschen Sprache. Intonationsmodelle und ihre 
distinktive Merkmale.
Im Deutschen unterscheidet man drei Intomeme:
1)Die Intoneme der 

Nichtabgeschlossenheit

: die Tonführung kann in diesem Fall 

schwebend, steigend, sowohl steigend-fallend und fallend-steigend sein.
Man realisiert diese Intoneme in den folgenden Satztypen:

1.

Alternative Fragen (Heißt du Peter oder Marco?)

2.

Bei der Aufzählung- mittlere Komponente (Ich habe Bier, 

Käse

 und Tee 

gekauft)

           3.Bestätigungsfragen( Du heißt Peter, nicht wahr?)
          
         2)Die Intoneme der 

Abgeschlossenheit: 

die fallende Tonführung ist für solche 

Intonemen typisch. Man kann bei solchen Sätzen auch die steigend-fallende 
Tonführung beobachten.
Solche Intonemen realisiert man in den folgenden Satztypen:
1.einsyntagmische Aussagesätze
2.Endsyntagmen der mehrsyntagmischen Aussagesätze
3.Fragesätze mit dem Fragewort(Wortfragen, W-Fragen)
4.Aufforderungssätze
Beispiele: 1.Ich heiße Peter.
2.Ich habe Bier, Käse und Tee gekauft.
3.Woher kommst du?
4.Nimm diesen Kugelschreiber!!!
           3)Die 

fragende

 Intoneme (interrogative Intoneme) realisiert man in den 

Satzfragen, dabei ist die Tobführung steigend
Möchtest du Tee?

24

Intonationsgestaltung des Sprechtextes

     

 – Intonatorische modelle der deutschen Standardaussprache wie in einzelnen 
Aussprüchen vollständig realisiert. Der Sprechtext ist ein geschloss Infosgebilde. Im 
Sprechtext erschienen mannigfaltige (различные) Verstärkungen, Schwächungen,  
Verschmelzungen, Absonderungen, Pausen, Tonhöhenveränderungen. 
Alle diese Veränderungen sind von aussersprachlichen Faktoren abhängig. Es erfolgt 
die kommunikativeve Textgestaltung als Einheit von Textstrategie und  Texttaktik. 
Textstrategie: Gliederung in grössere Abschnitte und die Hervorhebung der für die 
Textperspektive wichtigen Sätze (Kulminationen). Texttaktik bezieht das auf die 
phonetische Eigenschaften des sogenannte Textkontinuums. Die Intonationsstruktur 
jenes Textes wird entsprechend der kommunikativen Gepflogenheit (традиции) der 
jeweiligen Sprache gestaltet. Jede Sprache hat eigene Intonationsgesetze. Das 
Verhältnis verschiedenen intonatorischer Satzstrukturen zueinander macht das Wesen 
der phonetischen Texttaktik aus. 
Textintologie – ihre Aufgabe besteht in der Best der intonatorischen Mittel, die in der 
Sprache die Geschlossenheit des Textes gewährleisten (гарантировать) und die 
Funktion der Verbindung der entsprechenden Textelemente verwirklichen. Der Effekt 
nes schnellen Tempos der R entsteht durch die grosse Zahl kurzer Pausen. 
Sprechtakte können kurz (1-6 Silben), mittellang (7-12) und lang (12-20) sein. Häufige 
starke Betonungen zeugen von nem emotionalen Sprechen. Der Tonhöhenumfang 
(диапазон высоты тона) kann weit (

ausdruckvolle R

), mittelweit (

ruhige, emotional 

neutrale vorbereitete R

) und eng (

spontanes ungezwungenes Gespräch

) sein. Grad 

der Lautstärke. Durch den Rhythmus wird die Einheit und organische Geschlossenheit 
des Textes unmittelbar ausgedrückt. Jeder Ausspruchsanfang geht mit ner 
Tonhebung, jedes Ausspruchsende mit nem Toabfall einher (идти).

Organisierung und Gliederung des Sprechtextes

 – den Tetx bildet des Hauptthema. Jeder Kompositionsteil des Textes hat seine 
Kommunikationsabsicht, die von der Hauptkommunikationsabsicht des ganzen Textes 
abgeleitet wird. Der Grad der Selbständigkeit und der Abgeschlossenheit des Inhalts 
einzelner Sätze kann verschieden sein. Unter ihnen gibt es solche, die ohne 
vorangehende Sätze den verständlich sind. Die Verbindung der Sätze mitein auf 
syntaktischer Ebene erfolgt mit Hilfe von Konjunktion, Relativpronomen, 
Pronominaladverbialien. Die Intonation gestaltet verschiedenartige Beziehungen 
zwischen den Aussprüchen des Textes mit Hilfe prosodischer Mittel. Der Sprechtakt 
tritt im Text als die kleinste intonatorisch gestaltete Einheit auf. Wenn die Verbindung 
zum nächsten Sprechtakt fehlt (beim terminalen Tonverlauf), tritt als differenzierendes 
Merkmal die Tiefschluss auf. Nach der Verbindungsart unterscheidet man 3 Gruppen 
von Sprechtakten:
1)mit einseitiger Abhängigkeit – sind mitein durch die Erklärung (

ich dachte, sie sei 

krank

), 

durch die Aufzählung (

Ich sehe Autos, Fahrraeder

), 

durch des Aneinanderreihen (

sie sass, und die Sendung war zu Ende

) verbunden.

Die Verstärkung des Tonanstiegs signalisiert die Wichtigkeit des nachfolgenden Spt-
es. 

2) Spt-e mit beiderseitiger Abhängichkeit sind mitein verbunden durch Vergleich (

er 

sprach so gut, als ob…

), 

durch Gegenüberstellung (

das Spiel ist kurz, der Schmerz ist lang

). 

Diese Abhängichkeit der Spt-e wird durch ne intensive Akzentuierung der betonen Sil 
verwirklicht. 

3) Die gegenseitige Abhängichkeit ist in den Ankündigungen zu verwirklichen (i

ch will, 

sagt sie eifrig, nach Hause

).  Die Intonationsmittel dienen also den nur als Mittel der 

Vereinigung des Ganzen sond auch als Mittel der Markierung einzelner Textteile.    

25

№ 25. Die phonetische Interferenz zwischen der russischen und der deutschen 
Sprache. Arten der Interferenz im Lautsystem.

Die Interferenz

 – der negative Beeinfluss der Muttersprache auf die Fremdsprache. 

Das unbewusste Übertragen der phonetischen (lautlichen und intonatorischen) 
Besonderheiten der Muttersprache auf die Fremdsprache. Das unbewusste Übetragen 
bildet eine sogenannte Interferenz.

Merkmale der Interferenz.

1) 

die Artikulationsspannung.

3) 

Die Zungenbewegungen.

Deutsch – stark + stabil

Deutsch – die 

Vorverlagerung

Russisch – schwach + labil 

Russisch – die 

Rückverlagerung
2) 

Vorstülpung der Lippen.

4) 

Der Kehlkopf.

Deutsch – energisch

Deutsch – die 

Tiefstellung

Russisch – schwach

Russisch – die 

Hochstellung

Erscheinungen der Interferenz.

1) In der Muttersprache können einige Merkmale als phonologische gelten.
2) Ein phonetisches Merkmal der Fremdsprache fehlt in der Muttersprache.
3) Einige deutsche Phoneme können überhaupt im Russisch fehlen und werden durch 
ähnliche Phoneme ersetzt.
4) Die Scheinbare Ähnlichkeit der Phoneme.

Arten der Interferenz.

Interferenz im Vokalsystem.

1)  Im Deutschen ist das erste Drittel der Silbe besonders energisch. Im Russischen ist
das letzte Drittel besonders energisch.
2) Im russischen Vokalsystem gibt es weniger Oppositionen als im Deutschen 
Vokalsystem:

- die Opposition nach dem Grad der Zungenhebung (hintere, mittlere, obere);
- die Opposition nach dem Zungenhebung in horizontaler Richtung;
- Vokale können labialisiert/nicht labialisiert sein.

Diese drei Arten der Oppositionen sind für Russische und Deutsche Sprache aktuell, 
weiter kommen die Oppositionen, die nur für deutsche Sprache gelten:

-

lange/kurze Vokale;

-

offene/geschlossene Vokale

-

gleitend/nicht gleitend (für Diphtonge und Monophtonge).

3) Im Gegensatz zum Russischen sind im Deutschen Vokale deutlich zu 
unterscheiden, weil die Vokaldauer im Deutschen phonologische Opposition ergibt, 

z.B. 

Staat – Stadt, Beeren – Bären.

 Im Russischen gibt es keine phonologischen 

Wortoppositionen, die auf unterschiedlicher Vokaldauer beruhen.
4) Die deutschen langen Vokale sind geschlossen, d.h. sie werden bei einer 
geringeren Mundöffnung ausgesprochen, und die kurze offen, z.B. 

Beet – Bett, fühlen 

– füllen

. Zwei Vokale 

[a:] 

und 

[E:]

 bilden eine Ausnahme von dieser Regel, weil sie lang

und offen sind.
5) Die russischen Vokale werden diphthongiert ausgesprochen, weil die Sprechorgane 
ihre Einstellung bei der Vokalbildung ein wenig verändern. ihre Einstellung bei der 
Vokalbildung ein wenig verändern. Da deutschen Vokale sind Monophthonge sind, d.h.
sie werden mit starker Muskelspannung der Artikulationsorgane erzeugt, daher bleibt 
der deutsche Vokal vom Anfang bis zum Ende der Artikulation unverändert, z.B. 

Mode 

[o:]

 und russische 

[o]

 im Wort 

мода.

6) Auch ganz wichtig ist das, dass es bei der Erzeugung der deutschen Vokale immer 
die Zungenspitzekontaktstellung gibt. Bei der Aussprache der russischen Vokale wird 
die ganze Zunge meistens nach hinter gezogen und entfernt sich von den unteren 
Schneidezähnen.

Interferenz im Konsonantsystem.

1) Im russischen Konsonantsystem gibt es mehr Phoneme, weil es im Russischen die 
Oppositionen gibt.
2) Bei der Aussprache der deutschen stimmlosen Konsonanten ist die 
Artikulationsmuskulatur bedeutend stärker gespannt, und der Ausatmungsdruck ist 
bedeutend intensiver, als bei der Erzeigung der russischen stimmlosen Konsonanten. 
Die deutschen stimmlosen Verschlusssprengelaute werden im Wortanfang vor 
unbetonten Vokalen und Sonanten und im betonten Auslaut stark behaucht, z.B. 

klug, 

Tun, packen, ab

. Den russischen Konsonanten ist die Behauchung fremd.

3) Im Vergleich zu den russischen werden die deutschen stimmhaften Konsonanten 
mit geringerer Muskelspannung der Sprechorgane und halbstimmhaft ausgesprochen. 
Im Wortanfang oder nach einem stimmlosen Konsonanten haben die deutschen 
stimmhaften Konsonanten einen stimmlosen Anfang, z.B. 

deutsch, das Buch, sein, 

ausgeben

.

4) Bei der Aussprache der deutschen Vorderzungenkonsonanten bildet die Zunge 
einen Verschluss oder eine Enge an den oberen Alveolen der Oberzähne. Die 
Russische Vorderzungenkonsonanten werden mit der Zunge an den Oberenzähnen 
gebildet.
5) Im Vergleich zu den russischen Sonanten werden die deutschen sonoren 
Konsonanten 

[m], [n], [l], [ng] 

läner und gespannter artikuliert, insbesondere nach 

kurzen Vokalen, z.B. 

eng, toll, Wind, komm.

6) Im Gegensatz zum Russischen gibt es im Deutschen keine Gemination, d.h. 
Verdoppelung der Konsonanten in Stammwörtern. Man muss darauf achten, dass es 
im Deutschen die Verdoppelung der Buchstabe dient zur Bezeichnung der Vokalkürze,
z.B. 

Wanne – ванна. Summe – сумма, Gruppe – группа

. Im deutsche ist die 

Gemination nur an den Wort- oder Morphemgrenze möglich, z.B. 

am Montag, viel 

lesen, Herbsttag

.

26

Die phonetische Interferenz

Bei der Interferenz ist nicht nur die Phonologie von Bedeutung, sondern auch die 
Realisierung der Laute im Sprechprozess. Die Hauptunterschiede zwischen dem 
Deutschen und dem Russischen sind:
-  Spannung und Stabilität der Artikulation (stark und stabil im Deutschen und schwach 
im Russischen)
- Labilität (energisch im Deutschen und schwach im Russischen)
- Vorverlagerung der Zungen im Deutschen und Rückverlagerung im Russischen
- Tiefstellung des Kehlkopfs im Deutschen und Hochstellung im Russischen

Diese Besonderheiten bewirkten bestimmte Schattierungen in der Aussprache. Sie 
bestimmen die Form des Munderesonators beindem Aussprechen der Vokale, so der 
Kaspanski. Die Konsonanten werden meist an den Alveolen artikuliert, der Vorder- und
Mittelzungenrücken ist gesenkt, und die Zungenspitze ist gehoben.
Im Russischen liegt die Zungenspitze an den Schneidezähnen, die Vorderzunge ist 
gehoben und bildet eine Art Hemmung mit den oberen Vorderzähnen. Der 
Zungenrücken hebr sich zu dem harten Gaumen und ändert die Form des 
Mundresonators.

Da die Deutsche Sprache geschlossene und offene Vokale besitzt, unterscheidet man 
fünf Hebungsgraden im Deutschen [i: - i - e: - з - a]. Im Russischen gibt es mur drei 
Zungenhebungsgrade [и - э - а]. 

Stimmlosigkeit

Progressiv

Regressiv

Stimmhaftigkeit

Progressiv

Regressiv

Deutsch

+

+

Russisch

+

+

Die deutsche Sprache lässt keine gleitende Tendenz zu, deshalb werden der Anglitt 
und der Abglitt sehr energisch ausgesprochen. Im Russischen ist die gleitende 
Artikulation normgerecht.

• Diese Besonderheiten bestimmen Unterschiede einer Reihe phinetischer 

erscheinungen. Zum Beispiel, Stimmassimilarion:

- Regressive Assimilation nach der Stimmhaftigkeit tritt im Russischen auf (шкаф(в) 

белый), was im Deutschen unzulässig ist (das Bild)

- Regressive Assimilation nach der Stimmlosigkeit gibt es in den beiden Sprachen 

(подкова, gibt)

- Fürs Deutsche ist die progressive Assimilation nach der Stimmlosigkeit besonders 

typisch (tritt da), im Russischen tritt das nicht auf (под деревом).

• Die Gemination tritt im Russischen immer bei der Doppelung der Konsonanten, und 

im Deutschen nur an der Silben- und Morphemgrenze.

• Die Fortisierung und die Aspiration sind im Deutschen viel energischer.
• Unterscheidet sich auch die Wahrnehmung der Lauten bei den Russen (100-8000 

Hertz) und bei den Deutschen (100-3000). Das hängt von der Melodik und Frequenz 
der Laute in der Sprache.

1

1. Phonetik als Teil der Sprachkunde. 3 Arten der Phonetik im 
Kommunikationsprozess. Phonetik und andere Wissenschaften.

Die Phonetik

 ist ein Teilgebiet der Sprachkunde (ebenso wie Lexik und 

Grammatik), das die lautlichen Einheiten der Sprache, ihre Hervorbringung 
(происхождение) und Auffassung (восприятие) erforscht.
Die Phonetik untersucht:
- Atmung und Stimme, 
- physikalisch-akustische Besonderheiten der Laute im Redefluss, 
- die phonetische Gestaltung der Rede selbst sowie das Hören und Verstehen der 
Rede.

Drei Arten der Phonetik im Kommunikationsprozess:

1) Artikulatorische Phonetik: Erforschung der physiologischen (физиологические) 
Mechanismen der Sprachproduktion und Lautwahrnehmung;
2) Akustische Phonetik: Erforschung der physikalischen (физические) 
Eigenschaften der Lautereignisse;
3) Sprachfunktionale Phonetik: Phonologie (см. вопросы 4-5)

Phonetik und andere Wissenschaften.

Im System der Wissenschaften steht die Phonetik zwischen den Natur- und 
Gesellschaftswissenschaften. Ihrem Inhalt nach ist die Phonetik als Existenzform 
der Sprache eine gesellschaftswissenschaftliche Disziplin, denn die Sprache und 
das Sprechen sind gesellschaftliche Phänomene. Andererseits untersucht die 
Phonetik naturwissenschaftliche Methoden, um zu verstehen, wie die Menschen 
sprechen. So untersucht die Phonetik die Physiologie der Lautbildung, die Psyche 
der Menschen usw. 
(краткий перевод: фонетика стоит между естественными и общественными 
науками, т. к. сам язык – явление общественное, а его воспроизведение – 
предмет физиологии, психики и т.д.)

8

Entstehung und Entwicklung der Aussprachenorm

 

Die Aussprachenorm(AN) – ist ein gesellschaftlich festgelegte und anerkannte 
Gebrauch von sprachlichen Ausdrucksmitteln in der Sprechtätigkeit einer 
Sprachgemeinschaft.
Die AN – ist eine Gesamtheit von Regeln zur normativen Realisierung
von Lauten und intonatorischen Parametern.
Die AN  kann als geregelte Sprechtätigkeiten einer Sprachgemeinschaft bezeichnet 
werden. Sie ist eine konkrete Erscheinungsform der Sprachform im Allgemeinen.
Der Sprachnorm liegen 2 Aspekte zu Grunde:

1) Der innere Aspekt – bestehet darin, dass die Norm nur jene 

Spracherscheinungen wählt, die das System der Sprache zulässt.

2) Der außere Aspekt - bestehet darin, dass die ausgewählten 

Spracherscheinungen,  von der Gesellschaft unbedeingt anerkannt und 
festgelegt warden sollen.

Als Standartaussp.(SA) wird eine Sprechweise bezeichnet, die folgende Merkmale 
aufweist:

1)

Die SA ist eine Gebrauchsnorm

. Sie wird von großen Zahl von Sprechern 

realisiert nicht nur von den Moderatoren im Rundfunk und Fernsehen.

2)

Die SA ist überregional. 

Sie darf keine Dialektismen erhalten, soll keine 

typisch landschaftlichen od. Regionalen Ausspracheformen aufweisen.

3)

Die SA soll relative einheitlich sein. 

Freie Variationen u. 

Phonemenvariante sollen ausgeschaltet sein.

4)

Die SA soll schriftnah sein. 

Diese Förderung geht auf die Tatsache 

zurück, dass die deutsche Einheitssprache zuerst in der Schrift realisiert 
wurde.

5)

Die SA soll deutlich sein.

 Die Laute sollen stärker unterschieden sein als 

in der Umgangslautung aber schwächer als bei der Bühnenaussprache. 

Kodifizierung der deutschen AN

 – Die ersten Forderungen nach einer 

einheitlichen und reinen Aussprache gingen von der Bühne aus (Wandertheater). 
Goethe ‘Regeln für Schauspieler’. 
Ende des19.Jhs –Beschreibung der Artikulation mit Transkriptionszeichen. Wilhelm 
Viёtor, Eduard Sievers, Karl Luick, Theodor Siebs. 
1885 ‘die Aussprache es Schriftdeutschen’ von Viёtor. 
Siebs und Mitarbeiter untersuchten langsame ruhige R r Schauspieler an 22 großen
Bühnen: ideale Norm.
 1898 ’die Bühnenaussprache’ von Siebs ist praktische Anleitung für 
Berufssprecher. Buch erlebte bis 1969 19 Auflagen und erschien später unter den 
Titeln ‘Hochsprache’ u ‘Hochlautung’ – Soll-norm. 
1964 in Leipzig erschien ‘Wörterbuch(wb) der deutschen Aussprache’ (WdA) von 
der Redaktion von Hans Krech.

 1962 in Mannheim erschien das Duden-Aussprach-wb, Band 6, bearbeitet von Max
Mangold und der Dudenredaktion unter der Leitung von Paul Grebe – Ist-norm 
(Standartaussprache)

Grundzüge der deutschen Standartaussprache

 –

1) Neueinsatz im Silbenanlaut 
2) Die A. des Schwa-Lautes;

 

 

a.

in den Präfixen be, ge….

b.

-e Schade

c.

Reduktion in Endsilben en, em, el 

3) Wechselbeziehungen 

De’kan- Deka’nat,  Po’et- Poe’sie

 

4) Gemination 
5) Die Aspiration der stimmlosen p,t,k

 

  (hängt von Position, Akzentstärke ab):

 

Ton (

starke),

 ‘Rente 

(schwache), 

Stil 

(keine) 

6) Der Gebrauch von h-Laut

 

 

7) Das Suffix –ig: [ik]\ [iς] 

 

 

8) r-Laut:

 

  frikative-r, Zäpfchen-r, Zungenspitzen-r. Vokalisierte

9) Assimilation

 

 

9

№ 9: Phonetische Besonderheiten des Deutschen in Österreich, in der Schweiz, in 
Luxemburg und in den Niederlanden. 

Österreich
    1) Das Tempo des Österreichers ist bedeutend langsamer als das des 
Norddeutschen.
    2) Betonnte Silben wurden mehrheitlich als gedehnt notiert und Vokale werden 
dabei diphtongiert (Ruhe – Ruahe, musst – muasst, heisen – hoasen).
    3) In der österreichischen Varietät - eine sehr starke Reduktion des reduzierten 
[ ] im Suffix [en] (lesn, befrein, gehn, ruhn)

ǝ

     4) Die ungenügende Rundung der labialisierter Vokale (Völker [ē], Tüte [i:]. 
Einige labialisierte Vokale bleiben unter der Wirkung der Mundarten nicht labialisiert
(schwören - schweren). 
     5)Die Österreicher artikulieren die Vokale viel weiter im Mundraum, dabei 
nasalieren sie oft (Beamte - [a>o]. 
     6) Einzelne Laute des Deutschen werden in der österreichischen Varietät durch 
andere ersetzt einem langen Vokal in der Standartaussprache kann ein Kurzvokal 
entsprechen (beschwerden, husten, werden usw)
     7) In der Umgangssprache gebraucht man die [ ]- Form sehr oft (du bist, hast).

ʃ

     8) Im Österreichischen entsteht oft die Assimilation nach der Stimmhaftigkeit im 
Wort- und Silbenauslaut (Röslein (z), täglich (g)). 
     9) Das Suffix -ig wird in Österreich mit [k] ausgesprochen (heilig). Der Laut [k] 
erscheint im Wortauslaut (verteidigt, beruhigst) und im Wortanlauf der Fremdwörter 
(Chemie, chinesisch). 
    10) Die Palatalisierung der Konsonanten (gebildet, kleiner). Das [l] wird entweder 
weich ausgesprochen oder im Auslaut velarisiert. 
    11)Das stimmhafte [ ] kann man dem Stimmton verlieren (Gilet, Budget, Jeans). 

Ʒ

In Wörtern fremder Herkunft wird in Österreich die Aussprache von [v] mit [f] 
vorgezogen (Evangelium, November). 
    12) Interessant ist die Aussprache der Wörter mit dem "j" im Anlaut (jo statt ja, 
Joa statt Jahr, jogn statt jagen) 
    13) In Fremdwörtern unterscheidet sich die Betonung des Österreichischen von 
der im Binnendeutschen:
Österreichisch: 'Kopie, 'Labor
Deutsch: Ko'pie, La'bor. 

die Schweiz

    Deutsch wird durch 2 Formen vertreten: Literatursprache + Dialekt. 
    In der Schweiz besteht die Tendenz, den Dialekt zum Standart zu machen oder 
eine eigentliche Sprache daraus zu etablieren. Die Schweizer schreiben praktisch in
der Hochsprache, hören diese Sprache immer häufiger, sprechen sie aber selten 

(Schweizer Hochdeutsch wird ausschließlich als Schriftsprache gebraucht. Das 
Schweizerdeutsch ist eine gesprochene Sprache).

1)

Die kurzen Vokale werden geschlossener realisiert, als es in der 

Standartsprache der Fall ist (Held mit [e]
2)

Erde, Art, Beburt, düster - mit Kurzvokal. 

3)

In den Wörtern, die in der Orthographie die Schreibung [ie, ue, üe] haben, 

werden beide Vokale ausgesprochen (Marie, lieb, Hueber) 
4)

Die Diphthonge [ei, eu, au] spricht man wie lange Monophthonge aus 

(mein - miiiiin, Haus - huuus)
5)

Die Lenes [b d g] verlieren ihre Stimmhaftigkeit anlautend vor Vokal 

([p]eruf), vor stimmlosen Konsonanten (sa[k]t), auslautend (wir[t])
6)

Die Konsonanten sind in der Position nach einem betonten Vokal 

intervokalisch gelängt (hatte, Kasse, hoffen).
7)

Der Konsonant [v] wird in vielen Fremdwörtern als [f] realisiert (Klavier, 

November)
8)

Buchstabenverbindung [sp, st] wird als [шp шt] realisiert

9)

In den Wörtern wie Chemie, Chirurg, China sind 2 Varianten möglich: [ш] 

und [k]
10)  Das Suffix -ig - [ik]
11)  Fortes [p t k] - unbehaucht artikuliert
12)  Das Sprechtempo ist langsamer als das des Deutschen
13)  Die Pausen sind häufiger und lang
14)  Zwischen den betonten Silben besteht ein großer quantitativer 
Unterschied, der sich sowie aus der Dehnung betonter als auch der Kürzung und
Reduktion unbetonter Silben ergibt. 
15)  Das Melodieintervall schweizerdeutscher Sprecher ist größer
16)  Scheizerdeutsche Sprecher zeigen mehr Tonhöhenvariationen
17)  Betonte Silben werden meistens mit steigender Melodie realisiert

Luxemburg

 In Luxemburg wird drei Sprache gesprochen: Luxemburgisch, Deutsch, 
Französisch. Deutsch war lange als Standardsprache verbreitet, verlor allerdings 
nach der Erfahrung der Besatzungszeit während des Zweiten Weltkrieges an 
Ansehen.
Das Luxemburgisch ist für den alltäglichen Gebrauch typisch. Französisch und 
Deutsch gelten als staatliche Sprachen(Amtssprachen).
Die deutsche Sprache in Luxemburg hat keine Zwischenformen wie Halbdialekte 
und Umgangssprachen, die den Aussprachestandard der Literartursprache 
beeinflussen könnten.
Phonethische Besonderheiten des Luxemburgischen sind nicht von Bedeutung. Sie 
betreffen einige Fremdwörter, die meistens Französischer Herkunft sind, z.B. 
Substantive mit dem Suf –ment werden im Luxemburgischen nicht nasaliert.

10

1

. Die linguistische Disziplin, die sich mit den Aussprachevarianten der Rede 

befasst, heißt 

Phonostilistik

. Die Phonostilistik untersucht ausschließlich die 

gesprochene Sprache, also mündliche Äußerungen. Die funktionale Stilistik hat vor 
allem die Schrittsprache, den geschriebenen Text als Gegenstand der Analyse. 
Trubetzkoy hat  den Begriff "Lautstilistik" eingeführt. Gaiducik definiert den Begriff 
"Phonostilistik"  folgenderweise: "Der phonetische Stil ist der Komplex der 
phonetischen Mittel, der einer sprachlichen Äußerung in ihrer betreffenden Form 
und Situation und in einer bestimmten Sphäre der sprachlichen Kommunikation 
eigen ist."

2.  

Zu verschiedenen Zeiten gab es Bestrebungen zur Regelung der deutschen 

Aussprachenorm. Als Ergebnis dieser Bemühungen entstand diejenige Form der 
Hochlautung, die allgemeingültig, erreichbar und allgemein realisierbar ist – die 
Standardaussprache. Als Normierungsgrundlage der Standardaussprache wählte 
man die Aussprache der Rundfunk- und Fernsehsprecher in Nachrichtenlesungen, 
Programmansagen, die Aussprache auf der Bühne und im Vortragssaal, in der 
Schule und Universität sowie in vielen anderen Formen der Rede. Die 
Standardaussprache weist eine gewisse Variationsbreite auf; die Form der 
Realisierung hängt von der Sprechsituation, der Gesamtheit der Bedingungen, unter
denen eine Äußerung zu Stande kommt, d.h. sie hängt von Anlass, Form und Ziel 
der Äußerung, von der Größe und Art des Hörerkreises, von den 
Raumverhältnissen usw. ab .

3.

 Die Variationsbreite der Standardaussprache realisiert sich in entsprechenden 

phonetischen Stilen. Die meisten Linguisten sprechen über die Dreigliederung der 
Aussprachenorm (L.V Scerba, R.J. Awanessow, L.L. Bulanin, S.M. Gaiducik). Sie 
unterscheiden neben dem „vollen Stil" der Aussprache (ueberkorrekt -Buehne, 
Rezitation) den sog. „neutralen Stil"(Rede der Moderatoren vor dem Mikro im 
Runfunk, Fernsehen, Uni)  und den „umgangssprachlichen Stil" (laessige reduziert 
R, geschwaechte Art, kontaktes Gespraech – ich hab’; nich, un, is).

4

. Außersprachliche Faktoren der Bedingtheit des Phonostils sind fuer die 

Gestaltung des Textes entascheidend. Jede sprachliche Taetigkeit ist eine kom/ 
Situation? Die durch den Komplex von sozialen Faktoren gebildet wird: Partner, 
Zeit, Ort, kom. Bedingungen. Auf diese Art und Weise des Sprechens wirken:
1. Oeffentlichkeitsgrad
2. Vertrautheit des Sprechers mit der Situation
3. Bekanntschaftsgrad der kom. Partner
4.  Das Thema

11

1)Arten der Redetaetigkeit: Monolog, Dialog, Polylog
2)Der Charakter der Redetaetigkeit; informierende, klaerende, aktivierende
3)Offizielle/nicht offizielle Rede
4)Vorbereitende/nicht vorbereitende Rede
5)Die Wahl der phonostilistischen Variante

1)

Gruppengespr

 

 ä

  ch:

   

Ein 

Dialog 

(das Gespräch) ist eine mündlich oder schriftlich zwischen zwei oder 

mehreren Personen (auch 

Polylog

) geführte Rede und Gegenrede.

Das Gespräch ist eine besondere Struktur, die durch Fragen und Antworten 
gekennzeichnet ist, verschiedene Fragtype: Alternativfragen, Klaerungsfragen, 
Faktenfragen. 

Zwei Typen des Gesprächs: a)

das Klären

 – Thematisierung und Problematisierung

(Fragen, Bewertung, Entscheidung), meistens 

vorbereitet

 b)

das Streiten

Streitfragen lösen, die Meinung argumentieren, “Gegner“ sein, meistens 

unvorbereitet

Einzelgespr

 

 ä

  ch

   :

Der 

Monolog 

(die Rede)

 

 ist im Gegensatz zum Dialog ein Selbstgespräch. Er 

richtet sich nicht direkt an einen Zuhörer, sondern an eine imaginäre Person. 
Faktisch ist das Publikum Adressat des Monologisierenden. Der 
Ausdruck 

Monolog

 bezeichnet auch eine Rede, die so formuliert ist, als sei sie nicht 

an einen Zuhörer oder Gesprächspartner gerichtet.
Zwei Haupttypen der Rede: a)

Informieren –

 meist vorbereitete Rede; 

charakteristisch: Klarheit der Gliederung, Herausarbeitung der Kernaussage, 
Verdeutlichkeit des Themas, entsprechende Wortwahl, reich an Information, 
Veranschaulichung mit Beispielen; Ziel – die Hörer überzeugen, seine Stellung 
ändern; b)

Überzeugen

 – absolut freies Sprechen (unvorbereitet); der Sprecher soll:

in der Redesituation frei sein, den Gesprächstoff gut beherrschen,  eigene Meinung 
beweisen, die Einwände wahrnehmen und anerkennen/widerlegen (

alles gilt für 

Streiten auch

)

 

2)

Das Informieren

: Ziel - das Wissen, Gedanke, Eindrücke mit Hilfe der Sprache 

übermitteln (gemäßigt, der offizielle Stiel)

Das Klären

: Ziel – Hörer überzeugen, etwas beweisen, begründen, argumentieren, 

zur Handlung anregen (ausdrucksvoll)

Das Aktivieren

: Ziel- beim Hörer bestimmte Handlungen/Verhaltensweisen 

hervorrufen (seht emotionell)

3, 4, 5)
G. Meinhold: die vierstufige Gliederung der deutschen Standartsprache 
(dialektneutral, zur Norm gehören)

I) Formstufe der Lesung :

                                                

1a

 

hohe

 Formstufe 

                                                

1b

 

gemäßigte

 Formstufe

II) 

Formstufe des Gesprächs :

                                                 

2a

  

gehobene

 Formstufe des Gesprächs

                                                 

2b

 

lässige, saloppe

 (небрежная) Formstufe des 

Gesprächs

Die Wahl der phonostilistischen Variante

 

 

 wird von 

 

 extralinguistischen 

 

 

Faktoren

 

 

 bedingt

 

 

-die Kommunikationsabsicht (informieren, erklären, aktivieren)
-Kommunikationsbedingungen (soziale Verhältnisse, Raumverhältnisse: 
großer/kleiner Raum, Art der Rede: Monolog/Dialog/Polylog, die Hoererzahl, das 
Alter des Gesprächspartners, die Vorbereitungsgrad der Rede)

 

die Gesamtheit der Kommunikationsbedingungen

Offizielle, vorbereitende Rede

 – 

 1a - 

meist in der Monologform; hohe/gehobene 

Formstufen; entweder distanzierte Rede vor der großem Publikum; feierliche oder 
Trauerrede und künstlerische Rede (im klassischen Drama, Gedichte, Prosa), oder  
sachlich informierende offizielle Rede, Vorlesung, Vortrag – treten als 
Uebergangsformen, grenzen an die neutrale Formstufen); charakteristisch: 
deutliche Lautung, sorgfältige gespannte Artikulation, die minimale Zahl der 
Assimilation, starke Aspiration der p-t-k-Laute, das uvulare R, die quantitative 
Reduktion der Vollvokale in unbetonter Position, ein strenger Rhythmus, die 
Stabilität der Stimmlage, verlangsamtes Sprechtempo, längere logische Pausen, 
intonatorische Hervorhebung der sinnwichtigen Kerne in Ausspruch, eine melodisch
gleichmäßige, eintönige Gestaltung der emotionsarmen Rede; auf der Bühne -  
Mimik und Gestik spielen eine große Rolle, das Kommunikationsverfahren – das 
Aktivieren; 
Diese Textsorten (künstlerische Rede und Uebergangsformen) haben mache 
Unterschiede in der intonatorischen Struktur: verschiedene Akzente, das Tempo, 
Emotionalität, Klangfarbe der Stimme sind situationsbedingt und können variieren.

2a 

– eine Art offizielle Rede, aber das ist eine kontakte Rede in Dialogform; der 

Vorbereitungsgrad kann unterschiedlich sein; Klaerungsgespräch, wissenschaftliche
Konferenzen, Diskussion; 
Fragestruktur; charakteristisch: deutliche Lautung, geringe Zahl der Reduktion, 
gemassigte Aspiration der Fortes [p,t,k], das uvulare [R] und das velare [ ], 

Variabilität des Tempos, der Lautheit, der Akzentierung/Nichtakzentierung, der 
unterschiedliche Grad der Rhythmisierung

 

 

 

 

 

 

 

содержание      ..     2      3      4      5     ..